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Freut sich über seinen Treffer zum 2:1 für Frankfurt: Mathieu Tousignant.

Playoffs der DEL 2

Löwen Frankfurt erreichen Halbfinale

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Die Löwen Frankfurt gewinnen die Playoff-Serie gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 4:1.

Das Solo gebührte Carter Proft. Mit der für Heimsiege vorbehaltenen großen orange-schwarzen-weißen Vereinsfahne drehte der zum Spieler des Dienstagabends gewählte Stürmer eine Ehrenrunde alleine, aber nur kurz, ehe er sich wieder unter die Kollegen einreihte. Schließlich durften sich alle Frankfurter Löwen von ihrer Anhängerschaft feiern lassen, das hatten sie sich verdient: Mit dem 7:4 (3:2, 2:1, 2:1) hat der Meisterschaftsanwärter in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys auch die ganze Playoff-Serie gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 4:1 gewonnen und zieht damit ins Halbfinale der DEL 2 ein.

„Es war eine sehr harte Serie gegen einen starken Gegner. Sie hätte auch über sieben Spiele gehen können, aber wir sind natürlich froh, dass wir es nach fünf geschafft haben“, sagte der Frankfurter Headcoach Matti Tiilikainen und lobte: „Nach dem vierten Spiel, das wir nicht so gut gespielt haben, war das heute ein großes Comeback meiner Mannschaft.“

Ungewohnt viele der gelben Sitze in der Löwen-Heimat waren zu diesem durch die Frankfurter 1:5-Niederlage in Crimmitschau am Sonntag kurzfristig nötigen gewordenen fünften Spieltermin unter der Woche frei geblieben, Immerhin 3388 Zuschauer aber hatten es in die Eissporthalle am Ratsweg geschafft – und bekamen als Lohn eine ganze Menge Spektakel geboten. Dass sie nach dem ersten Rückschlag der Playoffs nun im fünften Aufeinandertreffen den fürs Weiterziehen unabdingbaren vierten Sieg feiern wollten, war den Löwen anzumerken. Einsatz und Willenskraft, bei der Sonntagsfahrt zu den Eispiraten noch entscheidend vermisst, brachte man diesmal aufs Eis, und etwas mehr Klasse als die Gegenüber auch.

Das machte sich bezahlt: Nach kaum drei Minuten traf schon Kevin Maginot – in Szene gesetzt von Lukas Koziol, Eduard Lewandowski und Max Eisenmenger aus dem dritten Sturm, die auffälligste Löwen-Reihe der Viertelfinalrunde. Diesmal indes lieferten auch die eigentlichen Torgaranten, da hatte es noch Nachholbedarf in der Serie gegeben. „Da muss mehr kommen“, hatte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier vor der Partie von seinen etatmäßigen Spitzenspielern gefordert – und es kam mehr: Mathieu Tousignant (11.) aus der ersten sowie Matt Pistilli (15.) und David Skokan (36.) aus der zweiten Reihe schossen ihre ersten Playoff-Tore. Kapitän Adam Mitchell steuerte den fünften Treffer bei (40.) – auf Vorlage von Tousignant, der erwartungsgemäß anstelle von Antti Kerälä ins Team zurückgekehrt war.

Skokans Verwertung einer Pistilli-Vorarbeit wiederum war noch aus einem anderen Grund bemerkenswert: Es war endlich ein Erfolgserlebnis in Überzahl, höchste Zeit – das zweite erst im 21. Powerplay der Viertelfinalserie, eine immer noch arg ausbaufähige Bilanz.

Halbfinalgegner noch offen

„Das war heute das beste Spiel unserer zweiten Reihe“, urteilte Coach Tiilikainen. „Sie wussten selbst, dass sie es vorher hätten besser machen können, haben daran gearbeitet und sich dafür belohnt.“ So vieles die Löwen an diesem Abend besser machten, so gefährlich lebten sie doch, das hatten sie sich selbst zuzuschreiben: War die konsequente Abwehrarbeit zuletzt eines der Erfolgsgeheimnisse, so leisteten sie sich diesmal einige Nachlässigkeiten. Die Eispiraten Patrick Pohl (8.) sowie zwei Mal Christian Hilbrich (16./24.) konnten so zum 1:1 und 3:3 ausgleichen.

Zwischendrin wurde es etwas aufregend, doch die Löwen bekamen die Lage wieder in den Griff. Am 3. April geht es mit dem ersten Halbfinale weiter, wieder am Ratsweg, vermutlich vor ein paar mehr Zuschauern. Den Termin kann man jetzt schon fest planen, der Gegner steht noch nicht fest: In Frage kommt der Sieger des Viertelfinals zwischen dem ESV Kaufbeuren und den Lausitzer Füchsen (Playoff-Stand:2:3) – oder Dresden, wenn die Eislöwen den 2:3-Serienrückstand gegen Bietigheim noch umbiegen sollten.

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