Löwen Frankfurt - Ravensburg

Löwen wie entfesselt

Frankfurt demütigt Ravensburg im Topspiel 8:1 und übernimmt die Tabellenführung in der DEL2.

Es waren gerade erst zwölf Minuten gespielt, da hatte dieses mit Spannung erwartete Spitzentreffen schon eine überraschend deutliche Tendenz. „Nur noch sieben“, brüllte gar ein vorwitziger Löwen-Fan von der Tribüne hinab, und am Ende wäre selbst ein zweistelliger Sieg für den zu diesem frühen Zeitpunkt bereits mit drei Toren führenden Frankfurter Eishockey-Zweitligisten im Bereich des Möglichen gewesen. Dazu reichte es dann doch nicht ganz. Auch so aber war es beeindruckend, was die Löwen am Sonntagabend vor 5209 Zuschauern in der Eissporthalle am Ratsweg boten. Mit 8:1 (3:0, 2:0, 3:1) demütigten sie den bisherigen Tabellenführer Ravensburg Towerstars geradezu und übernahmen selbst den ersten Platz in der DEL 2.

In Spitzentreffen haben die Löwen in dieser Saison bislang meist auftrumpfen können, das 4:7 im ersten Heimspiel gegen Ravensburg war da eine seltene Ausnahme. Und dafür bei vermeintlich leichteren Aufgaben immer wieder Punkte liegen lassen, wie am Freitagabend erst mit dem 3:4 nach Penaltyschießen beim Abstiegskandidaten Bad Tölz, nach einer langen Busfahrt ins tief verschneite Bayern. Offenbar sei die halbe Mannschaft in Frankfurt geblieben, hatte Headcoach Matti Tiilikainen hinterher geargwöhnt.

Tatsächlich war sein Team zwei Tage später kaum wiederzuerkennen. Vom ersten Bully an zerlegten es den bisherigen Tabellenführer nach allen Regeln der Kunst, mit viel Tempo, Biss und Klasse – was sich anders als im Chancenwucher vergangener Wochen bald auch im Ergebnis niederschlug. Antti Kerälä (7.) und Max Faber in Überzahl (11.), jeweils nach Vorarbeit des starken Kapitäns Adam Mitchell, sowie Carter Proft (12.) sorgten dafür, dass die Löwen nach ihrem vielleicht besten ersten Drittel dieser Saison mit 3:0 führten.

Eduard Lewandowski (33.) legte das vierte Tor nach – ehe der überragende Mathieu Tousignant nach zwei Vorarbeiten dann auch selbst traf (37.). Faber (46.) und Lewandowski (48.). trafen im letzten Drittel erneut, ehe Oliver Hinse (51.) dies auch für Ravensburg gelang. Kevin Maginot (56.) traf dann noch zum achten Mal für entfesselte Löwen. (mka)

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