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Johnson soll den Lions helfen

Frankfurter Eishockey-Erstligist verpflichtet US-amerikanischen Stürmer vom finnischen Klub Lappeenranta

Von MATTHIAS KITTMANN

Rich Chernomaz registriert alles genau: "Kaum haben wir mal verloren, lungert ihr hier vor der Kabine herum, auf der Suche nach der Krisenstory", rief er feixend den Journalisten nach dem Training des Eishockey-Erstligisten Frankfurt Lions zu. Gestern hatte das Herumgelungere jedoch einen anderen, eher harmlosen Grund. Die Lions haben ihre letzte Ausländerlizenz vergeben, Gregg Johnson heißt der neue Mann, ein Stürmer, der sowohl auf der Center- als auch der Flügelposition eingesetzt werden kann. Zuletzt spielte der US-Amerikaner in Finnland bei Lappeenranta, nahe der russischen Grenze.

Kein Wunder, dass sein erstes Aha-Erlebnis in Frankfurt war: "Wow, es ist hell und es gibt Häuser. Willkommen in der Zivilisation." Von seinem bisherigen Arbeitgeber, bei dem er nur neun Spiele absolvierte, wurde er praktisch in einer Nacht- und Nebelaktion losgeeist. Die Finnen stimmten dem Wechsel zu, da sie keine Chance mehr auf die Playoff-Runde in der dortigen SM-Liiga haben.

Obwohl die Statistiken Johnson nicht als ausgesprochenen Torjäger ausweisen - in Finnland traf er einmal, bei seinem letzten nordamerikanischen Klub Bridgeport Sound Tigers in 35 Spielen sechsmal - , passt er laut Lions-Manager Dwayne Norris genau in das Anforderungsprofil: "Johnson ist ein defensivstarker Zweiwege-Stürmer, der auch charakterlich in unser Team passt", begründet Norris die Verpflichtung des 25-Jährigen. "Außerdem möchte er sich als junger, hungriger Spieler in der DEL einen Namen machen. Diese Chance bieten wir ihm nun und sind überzeugt, dass er uns in den restlichen Spielen helfen wird."

Vor allem vor dem Hintergrund, dass sich die Verletzung (Muskelfaserriss im Brustbereich) des bislang so überzeugenden Centers Derek Hahn als langwieriger als gedacht herausgestellt hat. Vor der Länderspielpause Anfang Februar wird er nicht mehr zum Einsatz kommen. Ungeachtet seiner sportlichen Qualitäten macht Johnson einen unkomplizierten Eindruck. Mit Jeff Heerema hat er vor einem Jahr zusammengespielt, auch Peter Smrek kennt er. Das macht ihm das Eingewöhnen ein bisschen einfacher.

Chernomaz fordert mehr Feuer

Und auch Trainer Chernomaz hat er gleich in vollem Umfang kennen gelernt. Denn nach der Niederlage gegen Wolfsburg und vor den schweren Aufgaben heute gegen die Düsseldorfer EG (19.30 Uhr) sowie am Sonntag bei den Berliner Eisbären (14.30 Uhr) gab es einige klärende Dinge zu sagen. "Hunger und Leidenschaft waren am Anfang unsere Stärke, dahin müssen wir zurückkehren." Oder anders ausgedrückt: "Wir brauchen wieder Feuer im Arsch."

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