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Ausgerutscht in Berlin

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Gedränge vor dem Tor: So heiß ging es zu in Berlin, wo die Löwen ihren Meister fanden.
Gedränge vor dem Tor: So heiß ging es zu in Berlin, wo die Löwen ihren Meister fanden. © Getty

Die Frankfurt Lions haben gegen die Eisbären Berlin leichtfertig einen 3:1-Vorsprung verschenkt. Jetzt drohen gar die Pre-Playoffs.

Die Frankfurt Lions haben bei der 3:5 (2:1, 1:1, 0:3)-Niederlage bei den Eisbären Berlin nicht nur einem 3:1-Vorsprung verschenkt, sondern sind auf Rang acht abgerutscht. Mit einem Sieg am Sonntag gegen Nürnberg könnten sie diese zwar überholen, müssen aber hoffen, dass Krefeld oder Wolfsburg nicht gewinnt. Andernfalls müssen sie den Gang in die Pre-Playoffs antreten.

Schon nach 37 Sekunden hätte Lions-Manager Dwayne Norris am liebsten die brandneue Arena in Berlin verlassen. "Wenn wir hier so spielen wie zuletzt gegen Wolfsburg, gehen wir unter", hatte er noch am Donnerstag angemahnt. Dann hatten sich noch nicht alle Besucher hingesetzt und es stand schon 1:0 für die Eisbären durch Constantin Braun. Doch trotz des Schocks gegen die Tormaschine der DEL (205 für Berlin in 50 Spielen) zeigten die Lions den von Trainer Rich Chernomaz geforderten Charakter - zunächst.

Mit vier Reihen, davon drei komplett umgestellt, spielten sie nicht nur offensiv, sondern auch torgefährlich. Die Eisbären wirkten nach zwei leichten 7:2-Siegen gegen Nürnberg und Mannheim überrascht von der Frankfurter Gegenwehr. So klaute sich nach 17:07 Ilja Worobjew die Scheibe an der Mittellinie, umkurvte Zepp und schob seinen eigenen Abpraller über die Linie.

Nach 22:10 unterlief den Eisbären ein weiterer Patzer im Spielaufbau, diesmal stand Tobias Wörle allein vor Zepp und es stand 3:1 für die Lions. 21:7 heiß die Schussstatistik für die Lions im Mittelabschnitt, doch nur 3:2 die Führung, nachdem Pederson für Berlin ein Powerplay nutzte (38.). Doch nicht nur die mangelnde Chancenverwertung sollte sich rächen. Es war die unfassbare Disziplinlosigkeit, die die nLions um die Früchte ihrer Arbeit brachte. Binnen sieben Minuten im Schlussabschnitt mussten gleich vier Akteure auf die Strafbank. Dies nutzte Berlin eiskalt. kit

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