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Die Ampel umschalten

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Nach der Niederlage gegen Hannover fordert Lions-Coach Rich Chernomaz von seinem Team wieder mehr Erfolgshunger

Von MATTHIAS KITTMANN

Die Spieler des Eishockey-Erstligisten Frankfurt Lions wähnten sich am Mittwoch nach zwei Dritteln im Spiel gegen Hannover offensichtlich schon im Mannschaftsbus. Anders ist es kaum zu erklären, dass sie die 40 Minuten klar beherrschten Gäste wieder ins Spiel brachten und statt drei Punkten nur einen gewannen.

Auch Trainer Rich Chernomaz denkt schon weiter, allerdings auf andere Art. "Wir müssen zu der Konstanz zurück finden, die uns in den ersten 40 Spielen der Saison ausgezeichnet hat. Diese Intensität müssen wir in den letzten drei Spielen wieder gewinnen, bevor es mit den Playoffs losgeht", sagt der Kanadier vor der heutigen Partie in der Eissporthalle (19.30 Uhr) gegen die Iserlohn Roosters.

Der erfahrene Coach kennt die Lage genau: "In dieser Saisonphase entscheiden die Spieler selbst, wie es weitergeht. Ab jetzt muss jeder sein Niveau steigern." Vor allem das der Konzentration. Zuletzt hat sich eine gewisse Nonchalance eingeschlichen, wo Entschlossenheit abgebracht wäre. "Zufriedenheit statt Hunger", so Chernomaz. Das sei zu einem gewissen Punkt verständlich, langte die Spielweise der Mannschaft doch, um weiter unter den Top-Vier der DEL zu bleiben.

Einen Prozess, den Chernomaz mit jenem aus der Saison 2003/2004 vergleicht: "Da haben wir neun der letzten zehn Spiele verloren und sind sogar auf Rang fünf zurückgefallen." Andererseits stand am Ende der Meistertitel. Doch solche "Wunder" lassen sich nicht beliebig wiederholen. "Wir dürfen nicht warten, bis die Ampel von alleine auf grün springt, wir müssen sie selbst umschalten", fordert Chernomaz.

Das heißt: Raus aus einer gewissen Bequemlichkeit und "Verantwortung für das ganze Team übernehmen". Es reiche nicht aus, etwas zu wollen, "man muss auch das Nötige dafür tun", so Chernomaz. Unverkennbar: Der Lions-Coach ist in Playoffstimmung.

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