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Löwen Frankfurt: Eine Mannschaft mit Herz

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Von: Markus Katzenbach

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Viel los im Löwen-Revier - die Schiedsrichter mittendrin.
Viel los im Löwen-Revier - die Schiedsrichter mittendrin. © IMAGO/Eibner

Der Eishockey-Erstligist aus Frankfurt zieht eine positive Zwischenbilanz nach dem Aufstieg in die DEL.

Es dauerte nach der Ernüchterung des Dienstagsabends nicht lange, bis Franz-David Fritzmeier sein positives Denken wiedergefunden hatte. „Wir müssen uns immer weiter verbessern. Auch das wird uns dabei helfen“, befand der Sportdirektor der Löwen Frankfurt über die so bitter zu Ende gegangene Begegnung gegen die Nürnberg, mit dem entscheidenden Gegentor in allerletzter Sekunde. Zu Fritzmeiers festen Meinungen aber zählt, dass mit Zuversicht vieles leichter fällt, und tatsächlich sind die Aufsteiger in die erste Klasse des deutschen Eishockeys damit gut gefahren.

Statt in Tuchfühlung mit dem sechsten, siebten Platz zu bleiben, wie es bei einem Sieg gewesen wäre, ist man als Zehnter etwas näher an das untere Drittel der DEL-Rangliste gerutscht. Der Abstand zur Abstiegszone aber ist immer noch beachtlich: 13 Punkte vor Augsburg, 22 vor Bietigheim, bei bis zu zwei möglichen Absteigern. Mit 43 Zählern aus 30 Partien, etwas mehr als die Hälfte der Hauptrunde, kann man als DEL-Neuling sehr zufrieden sein.

„Wir schätzen uns glücklich, so viele Punkte zu haben“, sagt Fritzmeier. „Wir haben gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft Punkte holen wollen und können. Wir wissen aber auch, dass es für einen Aufsteiger keine Selbstverständlichkeit ist, in jedem Spiel zu punkten.“ Tatsächlich haben die Löwen inzwischen 13 der mit ihnen 15 DEL-Teams mindestens einmal zum Gegner gehabt, nur Augsburg nicht, dem bisweilen schrägen Spielplan geschuldet, und gegen jede Mannschaft Zählbares errungen, gegen Branchengrößen wie Tabellenführer München, den kriselnden Titelverteidiger Berlin oder Geheimfavorit Wolfsburg sogar Siege errungen, teils spektakulär – zu den achtbaren Ergebnissen gesellten sich schon einige bleibende Erlebnisse. Fast schon legendär sind die späten Ausgleiche mit acht Last-Minutes-Toren, ohne Torwart, mit sechs Feldspielern, volles Löwen-Herz.

Acht Spiele in 17 Tagen

„Der Wille der Mannschaft ist phänomenal“, sagt Fritzmeier. Auch dieser Plan ist aufgegangen: 16 Zweitligameister und damit den Schwung und den Spirit des Aufstiegs mitzunehmen, gezielt verstärkt um dann auch voll einschlagende Leistungsträger wie Carter Rowney oder Dominik Bokk, die zwischenzeitlich gar die Scorerlisten anführten. „Wir wissen, wo wir herkommen, aber wir wissen auch, was wir können. Die Vision, dass wir das gemeinsam schaffen, ist von Anfang an da“, sagt der Manager.

Die Umgewöhnung auf die erste Klasse gelang b schnell. „Vom ersten Moment hat es sich ganz normal angefühlt“, meint der Manager – so als wären die Löwen endlich zurück in ihrem angestammten Revier. Selbst durch die große Verletzungsmisere mit wochenlangen Ausfällen im guten halben Dutzend ist man ordentlich durchgekommen. Auch wenn es bisweilen etwas zäher lief. Zwei fest eingeplante Stützen fehten am längsten: Brendan Ranford, zum Zeitpunkt seiner Verletzung Ende Oktober Topscorer der DEL, und Nummer-eins-Verteidiger Reece Scarlett.

Nächste Woche werden beide zurück erwartet, mitten im üblichen Terminstress rund um Weihnachten und Silvester, mit jetzt acht Spielen in 17 Tagen. Angefangen mit dem Empfang des Tabellendritten Ingolstadt an diesem Freitag (19.30 Uhr).

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