1. Startseite
  2. Sport

Löwen Frankfurt: Ausrufezeichen bei der Rückkehr

Erstellt:

Kommentare

Viele Wolfsburger, wenige Frankfurter - reichte dennoch zum Auswärtssieg für die Hessen.
Viele Wolfsburger, wenige Frankfurter - reichte dennoch zum Auswärtssieg für die Hessen. © Jan Huebner/Imago

Frankfurter Eishockeyprofis starten mit einem Auswärtssieg in die DEL-Saison.

Als die letzten Sekunden heruntergetickt waren und die Sirene ertönte, versammelten sich die Frankfurter Löwen zu einem großen Rudel und klopften sich gegenseitig anerkennend auf die Helme, ihr Anhang hatte schon etwas früher gefeiert. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, konnten die etwa 300 mitgereisten Löwen-Fans auf den Rängen schon skandieren, während die Partie noch lief, und dürften selbst verblüfft gewesen sein, dass dieser Text zu einem umso besonderen Frankfurter Eishockey-Abend passte. Zur Rückkehr eines traditionellen Standorts in die erste Klasse des deutschen Eishockeys gelang ihren Löwen mit dem 5:2 (1:2/1:0/3:0) ein verblüffender Erfolg bei den Grizzlys Wolfsburg, ein Spitzenteam und Geheimfavorit der DEL – ein Auftakt mit einem dicken Ausrufezeichen.

„Wir nach dem 0:2 zurückgekommen sind, zeigt den Charakter unserer Gruppe“, betonte Nathan Burns hinterher im Interview, ehe er noch einmal vor die Kurve der Gästefans schlitterte und sich feiern ließ – das hatte er sich verdient: Mit gleich drei Toren in seinem ersten DEL-Spiel trug der Stürmer aus der vierten Reihe maßgeblich zu diesem Coup bei – was zu dem Geheimnis dieses Erfolges passte: Burns, sonst eher Helfer als Highscorer, stand sinnbildlich für den Arbeitseifer der Frankfurter und ihren Löwen-Mut, die Glückwünsche für seine Tore gab er bescheiden weiter: „Ich muss meinen Teamkollegen gratulieren, dass sie mich so gut in Position gebracht haben.“

So ließen sich die Aufsteiger auch von zwei frühen Rückschlägen nicht aus der Fassung bringen, mitten in einem munteren Beginn, innerhalb von nur 45 Sekunden. Erst traf Wolfsburg in Überzahl nach einem Frankfurter Wechselfehler durch Jean-Christophe Beaudin (5.), dann nutzte Trevor Mingoia die ausnahmsweise einmal unsortierte Löwen-Verteidigung. Die schon mit dem neuen Center Carter Rowney angetretenen Gäste aber hielten tapfer dagegen und die zuletzt schon in der Hockey Champions League sehr überzeugenden Wolfsburger erstaunlicherweise weitgehend aus dem Spiel – und sie belohnten sich dafür.

Burns traf gegen Ende des ersten Drittels (20.) und auch gegen Ende des zweiten (38.). Im Schlussabschnitt brachte er die Löwen erstmals in Führung, Brett Breitkreuz (55.) und Brendan Ranford (60.) besorgten den Rest. Am Sonntag (14 Uhr) geht es mit dem Heimspiel gegen Bremerhaven weiter.

Auch interessant

Kommentare