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Lizenz zum Beißen

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Von: Markus Katzenbach

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Auch Adler und Grizzlys freuen sich auf die Rückkehr der Frankfurt Lions aufs erstklassige Eis. Foto: dpa
Auch Adler und Grizzlys freuen sich auf die Rückkehr der Frankfurt Lions aufs erstklassige Eis. Foto: dpa © dpa

Die Löwen Frankfurt sind nach zwölf Jahren auch offiziell wieder erstklassig und gehen mit Feuereifer in die Saison.

Rüdiger Storch kann sich schon mal darauf einstellen, sein Versprechen tatsächlich einlösen zu müssen. Für den Fall, dass seine Frankfurter Löwen über 2022 Dauerkarten verkaufen für die neue Saison, die erste nach der Rückkehr in die erste Klasse des deutschen Eishockeys, hat der Hallensprecher die Neuauflage eines legendären Auftritts angekündigt: Im März 2000 seilte er sich vor einem DEL-Spiel von der Decke der Eissporthalle am Ratsweg ab, als Storch verkleidet, und hatte spätestens damit Kultstatus erlangt.

Viel fehlt jetzt schon nicht mehr an Tickets für das ganze Löwen-Jahr, um den Wetteinsatz auszulösen, und eine weitere nicht unwichtige Voraussetzung ist seit dem Dienstagvormittag erfüllt: Die Löwen haben von der Liga die Lizenz für die Teilnahme am Spielbetrieb der Saison 2022/2023 erhalten – und damit den sportlich längst geschafften Aufstieg auch wirtschaftlich und formal vollzogen. Erstmals seit der Insolvenz der Lions-Vorgänger vor zwölf Jahren sind Frankfurt und damit Hessen wieder erstklassig im Eishockey.

„Die Freude über den nun endgültig gelungenen Aufstieg ist in unserer Organisation natürlich riesengroß“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Krämer zur guten Kunde, die nicht überraschend kam, aber auch nicht selbstverständlich war.

Der große Zuspruch bei den Tickets in der allgemeinen Löwen-Euphorie half da gewiss, auch die vielen großen und kleinen Sponsoren sind treu geblieben - immerhin verfügen die Löwen über 200 Bestandspartner. Weitere Sponsoren sollen folgen.

Zum Etat wurden keine Angaben gemacht. Klar ist: Auch wenn Frankfurt als eine der größten Städte der Liga und mit einem klangvollen Namen zurückkehrt, wird man sich von den finanziellen Möglichkeiten erst einmal weit unten ansiedeln und darum kämpfen müssen, sich in der Klasse zu behaupten. So oder so ist die Lust auf die erste Liga im Löwen-Umfeld nach zwölf Jahren Abstinenz riesig, und auch die Resonanz aus anderen Standorten bestens: In München, Mannheim und anderswo freut man sich auf Gastspiele in der Stimmungshochburg Frankfurt.

Anfang August geht es für alle in Frankfurt zur Vorbereitung aufs Eis, Ende dieser Woche wird dann auch der Spielplan für die neue DEL-Saison verkündet, mit den neuen Lizenz-Inhabern aus Frankfurt. Da kann Rüdiger Storch schon mal nach einem passenden Termin für den Abseil-Akt schauen.

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