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Topfit zurück im Wettbewerb: Anne Haug, hier im Oktober 2019 auf Hawaii.
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Topfit zurück im Wettbewerb: Anne Haug, hier im Oktober 2019 auf Hawaii.

Comeback

Lebenszeichen vom Speedway

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Beim Challenge Daytona kommt die Triathlon-Weltelite zurück – Anne Haug und Laura Philipp auf dem Podium.

Immerhin: Die Corona-Regeln hielten Paula Findlay und Anne Haug auf dem roten Teppich artig ein. Die kanadische Überraschungssiegerin beim Championship der Professional Triathletes Organisation (PTO) trug bereits einen Mund-Nasen-Schutz, als die zweitplatzierte Deutsche über eine aus ihrer Sicht umstrittene Zeitstrafe sprechen wollte. Aber alles auf Abstand. Die obligatorischen Umarmungen blieben auch aus, als rund fünf Minuten später Laura Philipp als Dritte ins Ziel kam, womit der deutsche Triathlonsport auch beim Challenge Daytona über zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 18 Kilometer Laufen seine Fußabdrücke hinterlassen hatte. Auf einer leicht verkürzten Mitteldistanz inmitten einer Strecke, auf der sonst Rennautos, Motorräder oder PS-Monster vor bis zu 100 000 Zuschauern durch die Steilkurven jagen. Die Bayreutherin Haug bestätigte hier nachträglich ihren WM-Coup auf Hawaii 2019 und bescheinigte dem Event rund um den legendären Speedway eine bessere Besetzung als beim Ironman Hawaii. Die 37-Jährige war am Ende ebenso erschöpft wie glücklich: „Es war brutal hart, aber die Strecke war genau gemacht für einen Triathlon in diesen schweren Zeiten.“

Fast das gesamte Corona-Jahr 2020 hatten Profis wie Altersklassenathleten keine Bühne vorgefunden, weil die Wettkämpfe wegen der Pandemie reihenweise ausfielen. Schwimmen, Radfahren und Laufen auf Strecken mit unkontrollierbaren Zugängen galt fast überall als nicht durchführbar. Ein Blut-Schweiß-Tränen-Event mit aus aller Welt anreisenden Ausdauerenthusiasten verträgt sich schlecht mit der Eindämmung des Virus, lautete die vorherrschende Meinung. Ein streng abgeschirmtes Event in Florida mit limitierter Teilnehmerzahl bewies das Gegenteil.

Fast alle Stars wollten sich das erste größere Lebenszeichen ihrer Sportart nicht entgehen lassen. Bei den Männern heimste der Norweger Gustav Iden die stolze Siegprämie von 100 000 Dollar ein, als bester Deutscher landete Andreas Dreitz auf Rang zehn. Der dreifache Hawaii-Champion Jan Frodeno musste wegen den Nachwirkungen eines Radsturzes absagen, Doppel-Weltmeister Patrick Lange lag im PTO-Ranking zu weit hinten und macht derzeit Saisonpause.

Aus der deutschen Troika der noch aktiven Ironman-Weltmeister reiste nur Sebastian Kienle an – und das „durchaus mit gemischten Gefühlen“, wie er dem „Triathlon-Magazin“ vorab sagte. Eine derartige Veranstaltung in einem von Corona gebeutelten Land wie den USA auszurichten, da frage man sich sehr wohl, „ob das jetzt in dieser Zeit sein muss“. Kienles Gegenargument: „Wir hatten drei große Landesrundfahrten im Radsport – Tour de France, Giro, Vuelta – wir haben Biathlonrennen, wir hatten die ganze Zeit Fußball. So ziemlich jeder andere Sport läuft. Du schaust dir das als Profi alles im Fernsehen an und bist traurig.“

Hinterher war der Hawaii-Sieger von 2014 noch niedergeschlagener, der sich seit einem Jahr für solch einen Höhepunkt fit gehalten hatte. Doch stieg der 36-Jährige zermürbt von Wadenproblemen und geschwächt von einer Erkältung („Kein Covid-19, wie zwei Tests bewiesen“) früh vom Rad. „Es hat nicht sollen sein. Vor zwei Wochen war ich in absoluter Topform. Ich habe alles versucht, mein Körper hat nein gesagt“, schrieb er auf Instagram .

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