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Neues Zusammengehörigkeitsgefühl bei der Borussia, Angelino (li.) bleibt einsam.
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Neues Zusammengehörigkeitsgefühl bei der Borussia, Angelino (li.) bleibt einsam.

BVB

Läuft wie geschmiert

  • vonPeter Schwennecker
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Borussia Dortmund hat gerade noch rechtzeitig in die Spur gefunden.

Die Bilder sprachen für sich. Als Jadon Sancho kurz vor Schluss das entscheidende 3:2 für die Dortmunder gegen RB Leipzig markierte, war der wegen eines Blutergusses leicht angeschlagen auf dem Feld fehlende Erling Haaland nicht mehr zu halten. Der Norweger führte auf der Tribüne wahre Freudentänze auf, setzte nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit dem gelbgesperrten Jude Bellingham zum Spurt über den Rasen an, um Sancho kräftig zu herzen. Dabei lief der Torjäger nicht besonders unrund, was auf einen Einsatz im Pokalfinale am Donnerstag schließen lässt.

Borussia Dortmund demonstriert in diesen Tagen, da es darauf ankommt, die Saison zu retten, endlich mannschaftliche Geschlossenheit, nicht nur auf dem Rasen. Alle Profis wärmten sich am Samstag mit Shirts mit der Nummer 2 auf, um den schwer am Knie verletzten Mateu Morey beim Genesungsprozess moralisch zu unterstützen.

Unter dem Favre-Nachfolger Edin Terzic sind die Schwarz-Gelben spielerisch nicht besser geworden, aber sie haben ihr Kämpferherz wiederentdeckt. Terzic ist es offenbar gelungen, den Teamgeist zu wecken. Was auch auf dem Rasen deutlich zu erkennen war, bei Ballverlusten wird wieder für den Nebenmann gearbeitet. Nach einem defensiv gewonnenen Zweikampf des lange auf Eis gelegten Julian Brandt entstand etwa das sehenswert herausgespielte Siegtor.

Inzwischen geht auch der Kapitän voran und setzte unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw ein deutliches Zeichen. „Wir sind da! Das ist ganz wichtig“, freute sich Marco Reus nach dem immens wichtigen Erfolg.

Mit dem fünften Bundesliga-Sieg in Folge untermauerten die Schwarz-Gelben ihre Ambitionen, die lange verkorkste Saison doch noch zu einem guten Ende zu bringen. Damit blieben sie weiter im Rennen um die begehrten Champions-League-Plätze. Und am kommenden Donnerstag könnte im DFB-Pokalfinale (20.45 Uhr) im Berliner Olympiastadion gegen die Leipziger sogar ein Titel als spezielle Krönung folgen.

Reus setzt ein Zeichen

Die Dortmunder haben derzeit einen Lauf, auch wenn die Partie gegen die Sachsen nach der 2:0-Führung mit Toren von Marco Reus (7.) und Jadon Sancho (51.) durch die Leipziger Treffer von Lukas Klostermann (63.) und Daniel Olmo (77.) zu kippen drohte. Erst drei Minuten vor dem Abpfiff beseitigte Sancho die letzten Zweifel. „Wir haben phasenweise Glück gehabt, dass wir nicht das 2:3 kriegen“, gestand auch Reus ein und lieferte die Begründung für den Einbruch nach einer starken ersten Stunde seiner Mannschaft gleich mit. „Ich glaube, wir sind einfach zu passiv gewesen,“, meinte das Dortmunder Urgestein.

Reus muste sich in den vergangenen Monaten viel Kritik anhören, war auch für Löw und die Nationalmannschaft kein Thema mehr. Der 31-Jährige dürfte sich am Samstag mit seiner starken Leistung, nicht nur wegen seines Traumtores, beim Bundestrainer für die EM-Nominierung zumindest wieder in Erinnerung gebracht haben. Die Formkurve von Reus zeigte zuletzt steil nach oben, drei seiner insgesamt sechs Saisontore erzielte er in den fünf vergangenen Spielen, alle waren Führungstreffer. Zuvor hatten ihn ständige muskuläre Probleme, eine Sehnenentzündung und eine Prellung des Sprunggelenks weit zurückgeworfen. „Ich war sieben Monate raus und ohne Vorbereitung. Es war mir schon klar, dass ich nicht durch die Liga marschieren würde, sondern Zeit brauche“, rechtfertigte sich der Angreifer.

Zunächst gilt die ganze Konzentration der Vorbereitung auf das Pokalfinale am Himmelfahrtsabend gegen RB Leipzig. In der Favoritenrolle sieht Reus seine Dortmunder nach dem fünften Erfolg über die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann in Folge nicht. „Das Spiel heute hatte Null-Komma-Null mit Berlin zu tun“, erklärte Reus. Der Wille, den Pott zu holen, ist ungebrochen. Emre Can gibt das Motto vor: „Diesen Pokal wollen wir unbedingt. Jeder ist geil darauf – und das werden wir am Donnerstag auch zeigen.“

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