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Schielt in Tokio auf eine neue Bestzeit: Lucas Matzerath von der SG Frankfurt. afp
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Schielt in Tokio auf eine neue Bestzeit: Lucas Matzerath von der SG Frankfurt. afp

Schwimmen

Kühlen Kopf in Tokio bewahren

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Der Frankfurter Lucas Matzerath hat sich im Olympia-Jahr in den Vordergrund geschwommen.

Eigentlich hat sich Lucas Matzerath ein Urlaubssemester genommen. Trotzdem sitzt der Schwimmer der SG Frankfurt zwei Mal die Woche bei Online-Vorlesungen vor dem Laptop. „Damit mir nicht zu langweilig wird“, sagt der Elektrotechnik-Student, der an der Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim eingeschrieben ist. Und, um nicht die ganze Zeit an die Olympischen Spiele zu denken. Bereits im April hat der 21-Jährige in 59,63 Sekunden die Norm über die 100 Meter Brust um zwölf Hundertstel geknackt.

Vorbild Marco Koch

Die letzten zwei Monate waren für den Zwei-Meter-Hünen aufregend und lehrreich. Bei seiner ersten Europameisterschaft bei den Männern in Budapest vor vier Wochen sorgte er mit Rang fünf über die 100 Meter Brust für das beste deutsche Ergebnis überhaupt. „Eine wichtige Erfahrung in Richtung Tokio“, sagt der Schlaks, der aus Titz in Nordrhein-Westfalen stammt. Bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin sicherte sich Matzerath die Titel über die 50 und 100 Meter Brust. „Die Finals bin ich aus vollem Training raus geschwommen und die Resultate waren echt super“, fand er. Über die 100 Meter schlug er in 59,44 Sekunden an, nur zwei Hundertstel über seiner persönlichen Bestzeit.

Im Alter von zehn Jahren schloss sich Matzerath der SG Mönchengladbach an, wo er auf seinen heutigen Trainer Mark Jayasundara traf. Als der Coach im Jahr 2016 nach Frankfurt zum Landesstützpunkt wechselte, nahm er seinen talentierten Schützling mit. „Für mich war klar, dass wir noch mehr erreichen können und so bin ins Haus der Athleten gezogen“, erzählt Matzerath. Weil er aus einer G8-Schule kam und gerade die zehnte Klasse beendet hatte, ging es für ihn an der Carl-von-Weinberg-Schule direkt in der zwölften Klasse weiter. Sein Abitur hatte er drei Tage nach seinem 18. Geburtstag in der Tasche.

In Frankfurt trifft er nun ab und zu auch auf sein Vorbild aus Jugendtagen, Marco Koch. Der 200-Meter-Weltmeister von 2015 hat dem schlaksigen Hünen ab und zu mal ein paar Hilfestellungen beim Tauchzug gegeben, wenn sie sich im Becken des Landessportbundes Hessen begegnet sind. Wobei beide separat voneinander trainieren. Bei Trainingslagern des hessischen Schwimmverbands gab es aber die eine oder andere Einheit auch zusammen.

„Die EM und die Finals haben gezeigt, dass ich beim Start und beim Tauchzug sehr hinterher hänge“, sagt Matzerath selbstkritisch. Er müsse außerdem den Beinschlag kräftiger hinbekommen, um in eine bessere Gleitposition zu kommen. Seine große Stärke ist die hohe Frequenz und mit seinen langen Armen kann er viel Wasser zur Seite schieben.

Am 11. Juli geht es für Matzerath und das deutsche Schwimmteam zum Trainingslager ins japanische Kumamoto. Am 20. geht der Flieger nach Tokio. „Ich werde versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren und mich nicht überwältigen zu lassen“, sagt er. Er will sich auf sein Rennen konzentrieren, eine neue Bestzeit schwimmen. „Den Rest kann ich nicht beeinflussen.“ mit afp

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