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Olympia ohne Russland.
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Olympia ohne Russland.

Kommentar

Kotau vor Russland

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Der CAS halbiert die Strafe für Staatsdoping. Und öffnet Putins Sport zudem zu viele Schlupflöcher. Ein Kommentar.

Vorweg: Immer dann, wenn die russische Anti-Dopingagentur Rusada lobende Worte für internationale Institutionen findet, wie gestern für den Sportgerichtshof CAS, sollte man sehr hellhörig werden. Also: Das auf 186 Seiten festgehaltene Urteil ist ein Kotau vor dem russischen Sport. Keine Hymne, keine Flagge, keine russischen Teams in den kommenden zwei Jahren bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften.

Klingt auf den ersten Blick gut, selbst wenn die ursprünglich ausgesprochene Strafe von vier Jahren damit um die Hälfte reduziert wurde. Doch der Entscheid ist bestenfalls eine kleine Strafe für das nachweislich vollzogene Staatsdoping bis in 2019 hinein, mehr nicht. Russische Sportler werden sehr wohl an den Welt-Events teilnehmen – als „neutrale Athleten“ wie bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang. Damit nicht genug, die CAS öffnete weitere Schlupflöcher.

So darf Russland zwar bis zum 16. Dezember 2022 keine Sportgroßveranstaltungen ausrichten, beim Blick in den Terminplan aber fällt auf: Wollte es sowieso (fast) nicht. Die Eishockey-WM ist erst für 2023 terminiert, sie darf stattfinden. Die Formel-1-Rennen in Sotschi fallen nicht unter den Code der Welt-Antidopingagentur Wada. Und die paneuropäische Fußball-EM im Sommer, Austragungsort für vier Spiele ist St. Petersburg, wurde vorab von der Wada selbst lediglich als „regionales Ereignis“ eingestuft, was die Sperre nicht umfasst. Absurd.

Noch absurder: Russische Regierungsvertreter wie Präsident Wladimir Putin sind zwar offiziell von den sanktionierten Wettbewerben ausgeschlossen. Außer, ja außer, sie werden von anderen Staatschefs zu den Veranstaltungen eingeladen.

Darauf muss erst einmal einer kommen.

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