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Voller Einsatz, wenig Ertrag: Thomas Müller (li.).
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Voller Einsatz, wenig Ertrag: Thomas Müller (li.).

Einzelkritik

Kimmich tritt, Rüdiger beißt

  • VonManuel Bonke
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Die deutsche Auswahl ist beim Auftaktspiel der EM gegen Frankreich bemüht, macht aus ihren Torchancen aber zu wenig.

Manuel Neuer: In der 19. Minute setzte der DFB-Torwart zum Laufduell gegen Kylian Mbappé an – und blieb erster Sieger. Beim Herauslaufen war Neuer stets hellwach und erstickte dadurch einige französische Angriffe im Keim. Beim Eigentor war er machtlos. Note: 3

Matthias Ginter: Als rechter Verteidiger in der Dreierkette bekam es Ginter häufig mit Mbappé zu tun. Man kann es ihm nicht verübeln, dass er gegen diesen Ausnahmespieler im einen oder anderen Dribbling Lehrgeld zahlen musste, diese schwierige Aufgabe alles in allem aber ordentlich löste. Note: 4

Mats Hummels: Bei seinem Eigentor machte Hummels eine mehr als unglückliche Figur. Die Hereingabe von Lucas Hernandez schätzte er falsch ein, der Ball sprang ihn ans Schienbein und von dort aus schlug er im deutschen Tor ein. Sein Zweikampfverhalten war hingegen clever und tadellos. Einmal rannte ihm Mbappé weg, holte ihn gerade eben noch ein. Riskante Grätsche. Note: 4

Nicht in Champions-League-Finalform: Kai Havertz (re.).

Antonio Rüdiger: Gemeinsam mit Nebenmann Hummels hatte Rüdiger den bulligen Karim Benzema meistens gut im Griff. In den Zweikämpfen war der Maskenmann gewohnt giftig und präsent. An seinem Spielaufbau muss der Innenverteidiger aber noch arbeiten. Biss sich einmal in der Schulter von Pogba fest - bäh, gehört sich nicht. Note: 3

Joshua Kimmich: Es war ein unglücklicher Abend für den rechten Flügelläufer, der eigentlich gerne im zentralen Mittelfeld gespielt hätte. Kimmich sah bereits nach sechs Minuten die Gelbe Karte, hatte er zu sehr hingelangt. War dadurch in seiner für gewöhnlich eher harten Spielweise gehemmt und zur Passivität gezwungen – sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Note: 4

Toni Kroos: Dass Kroos kurz vor der EM eine Corona-Erkrankung überstanden hatte, war ihm zumindest bei seiner Zweikampfführung nicht anzumerken. Er setzte viele Grätschen und Tacklings geschickt an und sorgte so für wichtige Balleroberungen. An seinen Freistößen muss er hingegen noch feilen. Note: 3

Ilkay Gündogan: Eigentlich sollte Gündogan das deutsche Offensivspiel mit seinen gefürchteten Schnittstellenpässen beleben. Doch die Zuspiele des Mittelfeldspielers waren zu ungenau. Häufig spielte er den ersten Pass nach hinten, statt die offensive Lösung zu suchen. Damit verschleppte er das deutsche Umschalt- und Angriffsspiel. Note: 5

Robin Gosens: Bei der 1:0-Führung der Franzosen ließ sich Gosens zu leicht von Paul Pogba weg blocken, der dadurch die Aktion einleiten konnte. Der linke Flügelläufer war in seinem ersten Turnierauftritt aber stets zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Bei Flankenläufen konnte er sich zwar durchsetzen, der Großteil seiner Hereingaben kamen im Anschluss zu unpräzise. Note: 3

Thomas Müller: Im deutschen System mit drei Angreifern kann er seine Weltklasse nicht so entfalten, wie er es in den vergangenen beiden Jahren beim FC Bayern tat. Müller liebt das Gewusel hinter den Spitzen. Dieses Gewusel fehlt dem DFB-Team, weil es ohne klassischen Stürmer spielt. Bekam nicht wirklich Zugriff auf das Offensivspiel. Note: 4

Serge Gnabry: Abgesehen von ein paar Dribblings entlang des französischen Sechzehners, die jedoch ohne Torabschluss blieben, war von Gnabry in der ersten Hälfte nichts zu sehen. Nach der Halbzeit steigerte er sich etwas und setzte unter anderem eine Direktabnahme (54.) nur knapp über die Latte. Note: 5

Kai Havertz: Obwohl er der Siegtorschütze in einem Champions-League-Finale war, war Havertz die Nervosität im Auftaktspiel anzumerken. Nach Ballverlusten blieb er häufig stehen, statt direkt wieder zum Gegenpressing anzusetzen. Auch er fand mit zunehmender Spieldauer etwas besser in die Partie, es war aber zu wenig. Note: 5

Zu spät gekommen: Leroy Sané, Timo Werner, Emre Can, Kevin Volland.

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