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Seit zwei Jahren ist Helmut Spahn ehrenamtlicher Präsident des Regionalligisten Kickers Offenbach.

Interview Helmut Spahn

"Wir wollen in die Zweite Bundesliga"

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Der Präsident von Kickers Offenbach, Helmut Spahn, zeigt den Weg in die Zukunft auf und erklärt, warum Trainer Oliver Reck noch keinen neuen Vertrag bekommt.

Helmut Spahn ist eine gute Stunde zuvor aus Zürich in Frankfurt gelandet, wo er die Woche im Fifa-Büro verbrachte,  und kommt pünktlich zum Interview mit der Frankfurter Rundschau ins Restaurant „Randon“ am Golfclub Seligenstadt. Der 57-Jährige ist eine halbe Ewigkeit nicht mehr selbst zum Golfspielen gekommen, was der Doppelbelastung als Fifa-Sicherheitschef der WM 2018 in Russland und als Präsident des Viertligisten Kickers Offenbach geschuldet ist.

Vor dem Interview hat er ganz kurz zu Hause vorbeigeschauen können und sich gleich wieder verabschiedet. Das Eigenheim liegt nur hundert Meter weit vom Golfplatz entfernt in Froschhausen, wo Spahn auch geboren wurde. Nach fast zwei Stunden ruft die Ehefrau an und fragt, wann er nach Hause kommt. Da ist es dringend Zeit, das Gespräch bei einem trockenen Weißwein und einem Mineralwasser zu beenden.

Herr Spahn, montags bis freitags bei der Fifa in Zürich oder sonst in der Welt unterwegs, am Wochenende beim OFC mit Spielen, Präsidiums-, Aufsichts- und Verwaltungsratssitzungen, eine Frau und zwei kleine Kinder haben Sie auch noch. Wie bringen Sie das alles unter einen Hut?
Meine Frau ist das gewohnt, aber auch ausschlaggebend. Die Entscheidung, ein zweites Mal als Präsident beim OFC zu kandidieren, war auch ihre. Sie meinte: „Jetzt habt ihr das Schiff auf Kurs, dann mach doch weiter, alles andere wäre nicht fair.“

Ihre Präsidiumskollegen kommen unter der Woche ohne Sie aus?
Ja, es gibt genügend Kommunikationsmöglichkeiten. Die Gremien spielen alle mit. Wir treffen uns freitags oder sonntags. Natürlich ist das für die Familie nicht immer einfach, wenn ich Freitagnachmittag in Frankfurt lande, dann oft direkt nach Offenbach fahre und erst um elf zu Hause bin. Samstag ist dann vielleicht ein Spiel, Sonntagabends fliege ich schon wieder. Aber wir finden trotzdem genug Möglichkeiten, was miteinander zu unternehmen. Und wenn das nicht klappen würde, würde ich die Reißleine ziehen.

Wie schwer fällt Ihnen der Spagat zwischen Offenbach und Zürich?
Gar nicht schwer. Ich bin seit 2002 im Fußball unterwegs, habe Weltmeisterschaften, Europameisterschaften mitorganisiert, war in Champions League und Europa League involviert, habe beim DFB gearbeitet und während meiner Tätigkeit in Katar unter anderem mit der DFL, der Primera División und der Serie A kooperiert und bin jetzt bei der Fifa. Da baut man natürlich ein großes Netzwerk auf. Für meine Arbeit bei den Kickers ist das sicher nicht unschädlich.

Wie kann der OFC davon profitieren?
Das „Retterspiel“ gegen die Bayern wäre zum Beispiel nie so schnell und unkompliziert zustande gekommen, wenn ich nicht Karl-Heinz Rummenigge kennen würde. Wenn man regelmäßig weltweit bei Fußball-Veranstaltungen unterwegs ist, läuft man auch vielen Leuten aus dem Fußball über den Weg, wie kürzlich Emilio Butragueno oder Fernando Hierro. Und dann fragen die auch schon mal: Wie läuft‘s in Offenbach?

Dann steht der nächste Testspielgegner ja fest: Real Madrid.
Ich arbeite dran (lacht). Jedenfalls versuche ich, nochmal ein ähnliches Kaliber wie die Bayern nach Offenbach zu holen. Am liebsten hätte ich jedes Jahr ein solches Knallerspiel.

Wie gut sehen Sie die Kickers nach Ihrer ersten Amtszeit aufgestellt?
Erst einmal haben wir uns finanziell stabilisiert und konsolidiert und sind sportlich erfolgreich. Klar ist aber, bei einem Erdbeben gibt es auch ein paar Nachbeben. 

Was sehen Sie, wenn Sie in die Zukunft blicken?
Ich hoffe, dass wir nachhaltig ein paar Alleinstellungsmerkmale entwickeln können. Wenn man zum Beispiel von St. Pauli oder Freiburg spricht, weiß jeder, wofür die stehen. Dahin wollen wir auch. Und natürlich maximalen sportlichen Erfolg im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Welche Merkmale sollen das sein?
Ehrlicher Fußball, sauberes Wirtschaften, Durchlässigkeit aus dem Jugendbereich, das Leben unserer Tradition, Offenheit und Integrität.

Was wollen Sie in Ihrer zweiten Amtszeit noch anstoßen?
Zum einen, dass wir uns zu Hundertprozent konsolidieren. Dass wir das schaffen, davon bin ich mittlerweile felsenfest überzeugt. Und zum anderen den Aufstieg in die Dritte Liga. Nicht mit aller Macht und Unvernunft, sondern mit Augenmaß.

In der kommenden Saison wird es nicht einfacher: Dann steigt im Südwesten nur der Meister auf, dafür aber direkt.
Sollten wir es dieses Jahr nicht schaffen, wird es nächste Saison umso schwieriger. Nicht nur, weil du dann irgendwie die Stimmung hochhalten musst. Sollte Kaiserslautern absteigen, könnte es für sie auch mit der Drittligalizenz eng werden, wie man hört. Dann hätten wir die auch noch bei uns in der Liga, und sie werden sicherlich mit einem beachtlichen Etat antreten. Deswegen müssen wir jetzt alle alles dransetzen, um aufzusteigen.

Also doch mit aller Macht?
Wir müssen ruhig bleiben und seriös arbeiten, aber auch die Probleme offen ansprechen. Das hat bei uns hier und da ein wenig gefehlt, vor allem Ende des vergangenen Jahres, als wir aus sieben Spielen nur acht Punkte geholt haben. Es kann nicht immer nur am Pech oder dem Platz liegen, am Schiedsrichter, an der Verletztenmisere oder an der Presse. Und wenn es mal Pfiffe gibt, muss man die ernst nehmen. Man kann sich nicht 21 Spiele lang bejubeln lassen und dann beleidigt sein, wenn es einmal kritisch wird. Das geht nicht.

Sie spielen auf das 3:1 gegen Ulm an, nach dem die Spieler den Gang zu den Fans verweigert und einen Presseboykott ausgerufen haben.
Das war inakzeptabel. Es war das letzte Heimspiel des Jahres, da gebührt es der Anstand, dass man sich von den Zuschauern verabschiedet. Und es gehört zum Job dazu, dass man hinterher der Presse Rede und Antwort steht. Wir sind nicht ungerecht behandelt worden, ganz im Gegenteil.

Die Art der Mannschaftsführung Ihre Chefcoaches Oliver Reck erinnert stark an die Schule seines früheren Trainers Otto Rehhagel: „Wir gegen die böse Welt da draußen.“ Nach dem Sieg gegen Mainz haben die Spieler Reck vehement verteidigt.
Wenn es heißt: „So viel wie heute sind wir lange nicht gerannt.“ Dann frage ich: „Warum nicht?“ Auch Aussagen wie: „Wir haben für Papa gespielt“ irritieren mich ein wenig. Spieler von Kickers Offenbach spielen für Kickers Offenbach. Nicht für den Trainer, nicht für den Präsidenten, nicht für die Freundin.

Finden Sie, dass Trainer und Mannschaft seit Ihrer Kritik reflektierter mit der eigenen Leistung umgehen?
Ja. Wir haben das offen angesprochen. Und die Leistungen der Spiele gegen Mainz und Frankfurt haben das eindrucksvoll widergespiegelt. Jeder hat ja seinen eigenen Charakter, das ändert sich nicht von heute auf morgen. Aber eine 17-sekündige Pressekonferenz – das kann man auch mal hinterfragen. Es gehört heutzutage mehr zum Job, als nur mit der Trillerpfeife auf dem Platz zu stehen. Wir alle haben den Verein Kickers Offenbach bestmöglich zu repräsentieren.

Taugt Reck mit seinen ständigen Sticheleien gegen Medien und Fans als Gesicht des Vereins?
Oliver Reck war und ist für uns der richtige Trainer zur richtigen Zeit. Nachdem wir uns von Rico Schmitt trennen mussten, ist es ihm gelungen, mit der Mannschaft nochmal oben anzuklopfen. In der zweiten Saison ging es um unsere Existenz. Er hat er sich nie beschwert, und das Optimum aus der Mannschaft herausgeholt. Das muss man ihm hoch anrechnen. Aber ein Verein entwickelt sich auch weiter. Dass mit unserem sportlichen Abschneiden jetzt kritischer umgegangen wird, gehört dazu.

Ist Reck noch der richtige Mann für die Zukunft?
Ich unterwerfe mich nicht den Gesetzen des gängigen Business‘, dass man einen Vertrag schon sieben, acht Monate, bevor er ausläuft, verlängern muss. Im Erfolg werden im Fußball die meisten Fehler gemacht. Seit dem Trainingslager wird mit Oliver Reck und seinem Berater gesprochen, es ist alles vorbereitet. Aber wir müssen generell erst einmal schauen, wo die Reise hingeht.

Klingt ja nicht sehr überzeugt.
Wir sind einfach nicht in der Position, jetzt Entscheidungen treffen zu können. Wir haben auch nicht die finanziellen Mittel, um hier nur den Boulevard zu bedienen. Wir müssen wissen, in welche Richtung es sportlich geht, um seriös planen zu können. Am Ende des Tages ist Erfolg das beste Argument.

Frisches Geld kommt jetzt von der Sparda-Bank, die Anteile an der GmbH erworben hat, die Rede ist von elf Prozent.
Zahlen kommentiere ich nicht. Derjenige, der die Zahl in den Raum gestellt hat, hat wohl andere Interessen, als das Wohle des Vereins. Fakt ist: Sie stimmt so auch nicht.

Das ist aber nicht sehr transparent.
Wir haben mit der Sparda-Bank Stillschweigen über das finanzielle Engagement und die Höhe der Anteile vereinbart und wir halten uns an Vereinbarungen. Wichtig ist, dass das alles absolut ist satzungskonform. Wir dürfen nicht weniger als zehn und nicht mehr als 24,5 Prozent an einen Gesellschafter abgeben. Dazu brauchen wir hundert Prozent Zustimmung vom Präsidium und 75 Prozent von Aufsichts- und Verwaltungsrats und wir haben die Zustimmung in allen Gremien bekommen.

Dann muss es ja richtig viel Geld sein?
Wenn ein Institut mit der Reputation der Sparda-Bank bereit ist und sagt, „Wir wollen euch strategisch unterstützen“, dann ist es für mich nicht wichtig, ob uns mit einem Euro oder mit einer Million Euro geholfen wird. Sondern es ist viel wichtiger, dass Menschen, die von außen auf Kickers Offenbach schauen – auch potenzielle Sponsoren und Investoren – erkennen: Die Sparda-Bank, deren Unternehmensziel es sicher nicht ist, Geld zu verbrennen, sagt: Das ist eine seriöse Vereinsführung, und wir wollen helfen, dass dieser Verein wieder in den Profifußball kommt.  Diese Signalwirkung ist generell finanziell gar nicht zu greifen.

Haben Sie weitere Unterstützer ins Boot holen können?
Christopher Fiori und sein Team haben im vergangenen Jahr den Fokus auf die professionelle Vermarktung gelegt und 80 neue Partner gefunden. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt gehen und weitere Top-Sponsoren finden, die sich noch mehr engagieren. 

Und dann bringt der Spahn mit seinen Katar-Connections noch einen Scheich nach Offenbach?
Wenn‘s passt (lacht). Im Ernst, ich kann allen Fans und Mitgliedern versichern: Ganz egal, ob die 50+1-Regel bestehen bleibt oder fällt – bei Kickers Offenbach wird, solange ich da bin, definitiv niemals der Fall eintreten, dass wir mehr als 50 Prozent unserer Anteile verkaufen. Das steht so in unserer Satzung, und ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Mitglieder das kippen werden. Und das finde ich auch gut so.

Dann würden Sie das schöne frische Kapital also ablehnen?
Für den Fall, dass damit verbunden wäre, Kontrolle abzugeben, wäre ich dazu nicht bereit. Wir wollen hier keine „Verrückten“, die sich aus Eigeninteresse an die Vereinsspitze drängen. Und es gibt genug abschreckende Beispiele – auch in der Vergangenheit hier und da beim OFC.

Wie stellen Sie es sich also vor, die Kickers mit mehr Kapital auszustatten, um sich zukunftsfähig aufzustellen?
Wer bereit ist, bei uns zu investieren, soll im Erfolgsfall auch etwas davon haben. Aber eben nur dann, wenn wir auch in der Lage sind, von Überschüssen etwas auszuschütten.

Seit ewigen Zeiten ziert die EVO als kommunales Unternehmen die Kickers-Trikots. Dynamik auf diesem Gebiet sieht sicher anders aus, oder?
Ich finde das sensationell. Wir sind der EVO sehr dankbar, dass sie uns seit 17 Jahren als Hauptsponsor an der Seite steht. Aber wir sehen natürlich auch, dass die EVO eine städtische Institution ist und die Stadt Offenbach sicherlich nicht auf Rosen gebettet ist.

Und doch wollen Sie mit der armen Stadt um die Stadionmiete nachverhandeln?
Wir sind nicht in Kaiserslautern, wo die Stadt auf Druck die Stadionmiete stundet oder signifikant reduziert. Wir wollen und müssen mit unseren Partnern seriös umgehen und gemeinsam Lösungswege erarbeiten.

Wie hoch ist denn die aktuelle Stadionmiete?
Ohne Ihnen Zahlen zu nennen: Sie liegt weit über der üblichen Norm, aber wir haben dafür auch ein schönes Stadion mit 20.500 Plätzen und zehn Logen, die alle verkauft sind, sowie mehrere hundert Business-Seats, die uns Einnahmen bringen. Das ist auch ein Verdienst der Stadt und des Landes sowie der Sparda-Bank. Aber bei allem Respekt: Die Namensrechte am Stadion und die Werbung an der Fassade lassen sich von der Stadion-Betreibergesellschaft in diesem Masse doch auch nur vermarkten, weil Kickers Offenbach dort spielt. Ich bin mir sehr sicher, dass in Zukunft eine gute und für alle Seiten tragfähige Lösung finden werden. Wir müssen diesen Weg gemeinsam gehen. Am Ende werden alle etwas davon haben, wenn wir es zusammen in die Zweite Bundesliga schaffen.

Soweit denken Sie also schon?
Ja absolut. Sollten wir in diesem Jahr den Aufstieg realisieren, gehe ich davon aus, dass wir auch in der Dritten Liga nicht vor Aufgaben stehen werden, die wir nicht bewältigen können. Schauen Sie: Es gibt dort jetzt 1,1 Millionen Euro an TV-Geldern, in der Regionalliga dagegen derzeit so gut wie nichts. In der Zweiten Bundesliga würden schon als Aufsteiger rund neun bis zehn Millionen Euro an Fernsehgeldern fließen. Da wollen wir hin.

Wie schnell?
Im ersten Jahr in der Dritten Liga wollen wir uns weiter konsolidieren, im zweiten Jahr dann angreifen – immer mit der Maßgabe seriös zu bleiben, nicht mehr Geld auszugeben, als wir einnehmen. 

Klingt ganz einfach.
Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Darmstadt 98 ist vor fünf Jahren ja nur in der Dritten Liga geblieben, weil Kickers Offenbach Insolvenz anmelden musste. Die Darmstädter sind dann durchmarschiert bis in die erste Liga, wo sie in der Saison 16/17 allein 22 Millionen Euro an TV-Geldern kassiert haben. Wenn du da nicht völlig durchdrehst, kannst du einen Verein so komplett konsolidieren, wenn Du einige Jahre erste oder zweite Bundesliga spielst. Das hat Darmstadt gemacht. Dort wurde seriöse Arbeit geleistet. Ich würde Darmstadt auch wünschen, dass der Verein sich in der zweiten Liga hält. Wir sind dann ja  auch bald da und können uns in Derbys messen (lacht).

Die arme Kirchenmaus Offenbach scheint sich derzeit zur Boomtown zu entwickeln. Können in diesem Zuge auch die Kickers zu einem Boomklub werden?
Ich möchte jetzt nicht arrogant klingen. Aber ich würde es mal anders herum aufziehen: Kickers Offenbach hat in den vergangenen sieben, acht Jahren nicht unbedingt ein positives Image transportiert, um es mal vorsichtig zu formulieren. Aber das ändert sich: Wenn ich unterwegs bin und der Name Offenbach fällt, dann stellen wenige die Verbindung zum Ledermuseum oder der Hochschule für Gestaltung her. Sondern dann geht es um Kickers Offenbach. Die Marke Offenbach ist international sehr stark verknüpft mit dem Namen Kickers Offenbach. Diese Karte müssen wir spielen, aber nicht so, dass andere wieder in eine Bringschuld kommen, sondern so, dass beide Seiten etwas davon haben. Dafür stehen wir.

Kickers Offenbach hat nur wegen der Einnahmen aus dem Retterspiel gegen Bayern München zuletzt einen kleinen Gewinn von 150.000 Euro vermeldet. Wie stellen Sie sich das in Zukunft vor?
Hier ist Seriosität eingekehrt. Und dabei wird es bleiben. Wir haben  beispielsweise in dieser Saison vorsichtig mit 5000 Zuschauern im Schnitt geplant, tatsächlich sind bisher über 6000 gekommen, dafür liegt man in anderen Bereichen ein wenig hinter der Planung.

Den Mutterverein Kickers Offenbach drücken noch immer 2,9 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Könnten diese Schulden auch die Fußball-GmbH wieder mit runterziehen?
Als wir vor zwei Jahren anfingen, lag der Schuldenstand bei mehr als vier Millionen Euro. Das war der einzige Problembereich, der uns seinerzeit bekannt war. In Bezug auf die 2,9 Millionen, die jetzt noch da sind, gibt es klare Vereinbarungen.

Welches Potenzial, auch hinsichtlich des Faninteresses, sehen Sie bei den Kickers nach Jahrzehnten des Darbens und der Negativschlagzeilen?
Ein großes! Die Fans stehen komplett hinter uns. Diejenigen, die uns im Umland weggebrochen sind, können wir auch wiedergewinnen, wenn wir das bieten, was Kickers Offenbach ausmachen sollte: Kämpfen bis zur letzten Minute, Gras fressen, den Leuten das Gefühl geben, wir arbeiten hart, fair und seriös in allen Bereichen. In der Dritten Liga haben wir sicher ein Potenzial von 8000 bis zu 10.000 Zuschauern, in der Zweiten Bundesliga 14.000 oder 15.000.  Aber selbst wenn 7000 da sind, hat unser Stadion Atmosphäre. Wenn ich mal Leute aus dem Ausland oder potenzielle Sponsoren einlade, sind die regelmäßig sehr beeindruckt.

Interview: Manuel Schubert und Jan Christian Müller

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