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"Wir stehen unter Beobachtung"

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Thomas  Kalt, Geschäftsführer der Offenbacher Kickers, ist immer noch sauer über „die Idioten“, die warfen.
Thomas Kalt, Geschäftsführer der Offenbacher Kickers, ist immer noch sauer über „die Idioten“, die warfen. © Hübner

OFC-Geschäftsführer Thomas Kalt äußert sich im FR-Interview zu den Zwischenfällen beim OFC-Heimspiel gegen Chemnitz und den möglichen Konsequenzen für Kickers Offenbach.

OFC-Geschäftsführer Thomas Kalt äußert sich im FR-Interview zu den Zwischenfällen beim OFC-Heimspiel gegen Chemnitz und den möglichen Konsequenzen für Kickers Offenbach.

Wegen der Vorkommnisse im Spiel gegen Chemnitz, als Gegenstände in Richtung des Linienrichters geworfen wurden, befürchtet OFC-Geschäftsführer Thomas Kalt, dass die Kickers künftig nicht mehr Herr im eigenen Haus sein könnten.

Herr Kalt, haben Sie neue Erkenntnisse gewinnen können?

Der DFB wird uns zu einer schriftlichen Stellungnahme auffordern. Dazu wertet die Polizei die Bilder aus. Die Täter sollen ermittelt werden. Es gibt dann zum Stadionverbot keine Alternative.

Müssen Sie vor der ehemaligen Waldemar-Klein-Tribüne künftig Netze spannen oder gar einen Zaun anbringen?

Wir sollten jetzt nicht in Aktionismus verfallen. Die Tribüne steht ja schon immer da, und schon immer standen die OFC-Fans dort. Ärger gab es nie, in den letzten Jahren war es ruhig.

Was wollen Sie also tun?

Wir müssen die Leute mehr sensibilisieren, nach links oder rechts zu gucken. Die, die geworfen haben, sind ja gesehen worden. Wir müssen aber darauf achtgeben, dass wir alles noch in den eigenen Händen behalten.

Was meinen Sie damit?

Nach den jüngsten Vorfällen in erster und zweiter Liga, aber auch bei uns, stehen wir unter einer derartigen Beobachtung, da können wir uns absolut nichts erlauben. So was wie am Samstag verschärft die Situation natürlich. Das muss allen klar sein. Die Kickers gelten als Wiederholungstäter, es gab Vorfälle. Der Druck der Sicherheitsbehörden wird zunehmen, irgendwann sagt uns der DFB dann, was wir zu tun haben.

Wäre ein Netz vor der Tribüne so schlimm?

Es wäre in jedem Fall eine Komfort-Beeinträchtigung für die Zuschauer. Wir wollen nicht gleich die radikale Schiene fahren, aber es geht absolut nicht, dass ein paar Idioten all das zerstören, was wir an Vertrauen über Jahre hinweg aufgebaut haben.

Haben Sie eine Erklärung, wieso es zu den Würfen kam?

Das hatte nichts mit dem Spiel zu tun. Es gibt bei uns eine Klientel, bei der leicht eine Endzeitstimmung aufkommt, wenn es mal nicht läuft. Die kommen mit hohen Erwartungen, dann klappt es nicht gleich, schon sehen sie den Aufstieg in Gefahr und reagieren so. Denen ist in dem Moment dann alles egal.

Das Gespräch führte Thomas Kilchenstein

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