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Die Überraschung ist das Ziel

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Kickers Offenbach will dem favorisierten Erzrivalen das Leben so schwer wie möglich machen. "Wir suchen unser Heil in der Offensive". Von Andreas Hunzinger

Von Andreas Hunzinger

Hans-Jürgen Boysen ist ein erfahrener Trainerfuchs. Somit weiß der Coach der Offenbacher Kickers, was er vor einem Spiel seines Teams wie dem Pokalderby am Sonntag (17.30 Uhr, Bieberer Berg) gegen Eintracht Frankfurt zu sagen hat. Nämlich: "Beim Gegner gibt es von der Nummer eins bis zur Nummer elf keinen Spieler, der nicht ausreichend Klasse hätte, dass wir nicht höllisch aufpassen müssen."

Dem Gegner Respekt zollen, ist eine der Strategien des 52 Jahre alten OFC-Trainers. Erstens, weil er natürlich Hochachtung vor der Qualität des klassenhöheren Opponenten hat. Boysen tut das aber auch, um den Favoriten vermeintlich in Sicherheit zu wiegen. Nicht umsonst sagt er, dass er vermute, dass "Spieler und Trainer der Eintracht von einem klaren Sieg ausgehen".

Ganz so einfach will es der OFC dem Erzrivalen natürlich nicht machen. "Unser Ziel ist es, für eine Überraschung zu sorgen", stellt der Kickers-Coach klar. Zwar verfügen nur wenige seiner Kicker über Derby-Erfahrung im DFB-Pokal trafen beide Teams zuletzt 2007 und 2003 aufeinander , doch "spätestens nach der Auslosung haben alle Spieler gespürt, welche Bedeutung dieses Spiel hat. Und wir werden im Vorfeld noch einige positive Dinge aus der Vergangenheit zum Besten geben. Dann weiß jeder, was die Stunde geschlagen hat", sagt Boysen.

Selbstvertrauen aus Thüringen

Zudem hat die Partie auch finanzielle Bedeutung. 100.000 Euro an Fernsehgeld plus 40 Prozent der Zuschauereinnahmen sind dem Klub bereits sicher. Ein Einzug in die zweite Runde wiederum würde weitere garantierte Einnahmen von 237.500 Euro bedeuten. Ein Erfolg würde auch die Entscheidung erleichtern, Ersatz für den zum bulgarischen Erstligisten Chernomorets Burgas abgewanderten Stürmer Matthias Morys (unterschrieb einen Dreijahresvertrag) zu verpflichten.

Sehr zupass kommt dem Offenbacher Trainer, dass seine Mannschaft bereits zwei Punktspiele in der dritten Liga absolviert und vor allem durch das 2:0 am vergangenen Mittwoch bei Rot-Weiß Erfurt Selbstvertrauen getankt hat. Wie er der Eintracht begegnen wird, weiß der OFC-Coach schon. Boysen setzt auf eine kompakte Defensive. Mauern kommt aber nicht infrage. "Wir werden unser Heil auch in der Offensive suchen."

Dort kann Boysen auch auf Mirnes Mesic setzen. Der 31 Jahre alte Angreifer ist nach seiner Roten Karte im ersten Saisonspiel gegen Erzgebirge Aue für die Liga zwar gesperrt, im Pokal darf der Bosnier aber spielen.

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