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Thier trotzt dem Rücken und Augsburg

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Kickers-Keeper erholt sich schnell vom Hexenschuss

Spätestens nachdem er nach 78 Minuten den Schuss seines allein vor ihm aufgetauchten ehemaligen Teamkameraden Mamadou Diabang mit einem schnellen Reflex entschärft hatte, war klar: Cesar Thier ist für den Zweitligisten Offenbacher Kickers unverzichtbar. In seinem eigentlichen Job als Ballfänger, aber auch als Anspielstation, wenn das Spiel nach vorne klemmt.

In Augsburg hielt der 40 Jahre alte Brasilianer mit den Händen, was zu halten war, und war auch mit dem Fuß dominant. Als Beweis diente der unbestechliche Statistikbogen aus dem Computer: Thier hatte 62 Ballkontakte - die meisten aller Offenbacher. Nicht nur deswegen lobte Kickers-Trainer Jörn Andersen die Leistung seines Oldies hinterher als "sehr gut".

Dabei war es bis einen Tag vor dem Spiel unklar gewesen, ob der aus Recife stammende Torwart überhaupt mitwirken kann. Vor einer Woche hatte Thier nach einem im Heimspiel gegen Aachen erlittenen Hexenschuss noch auf Krücken und unter erheblichen Schmerzen das Stadion am Bieberer Berg verlassen, und ein Einsatz in Augsburg war beim OFC kein ernsthaftes Thema. Nach einem erfolgreichen Test am Freitag war Thier aber nach Augsburg mitgefahren und hatte am Samstag grünes Licht gegeben.

"Kein Problem" habe er während der Partie im Rosenaustadion mit seinem Rücken gehabt, so Thier. Die Schwierigkeiten, mit denen er kämpfte, waren anderer Natur. Weil er vergangene Woche "nicht so richtig trainieren" konnte, sei es zu Beginn der Partie "nicht so einfach gewesen". Thier musste erst die Feinjustierung vornehmen. Nach einem erst im Nachfassen gefangenen Ball und einem kleineren Stellungsfehler bei einer Flanke war er aber wieder voll da und ein sicherer Rückhalt. Und nach dem Spiel trotzdem ziemlich enttäuscht. hunz

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