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Vergeblicher Einsatz: Anestis Agritis (li., im Duell mit Kevin Pezzoni) konnte nicht verhindern, dass der OFC klar verlor.
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Vergeblicher Einsatz: Anestis Agritis (li., im Duell mit Kevin Pezzoni) konnte nicht verhindern, dass der OFC klar verlor.

Zu schwach für einen guten Gegner

Die Offenbacher Kickers unterliegen Köln und sind mit den drei Gegentoren fast noch gut bedient

Von ANDREAS HUNZINGER

Am vergangenen Donnerstag hatte Jörn Andersen noch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass seine Mannschaft einen guten Tag brauche, um den 1. FC Köln zu schlagen. Schließlich hätten die Rheinländer seiner Ansicht nach die beste Mannschaft in der Zweiten Bundesliga, hatte der Trainer der Offenbacher Kickers gesagt. Am Sonntagnachmittag dürfte sich Andersen bestätigt gesehen haben. 1:3 (1:1) unterlag der OFC den Kölnern, die nach Meinung ihres Trainers Christoph Daum "völlig verdient die drei Punkte mitgenommen" hatten. Dem konnte Andersen nicht widersprechen. "Wir sind auf eine sehr starke Kölner Mannschaft getroffen", begann der 45 Jahre Norweger sein Statement bei der Pressekonferenz, "die uns gezwungen hat, viele Fehler zu machen."

Letzteres hatte nach Ansicht des OFC-Trainers aber auch damit zu tun, dass die Kickers anstatt eines guten einen ziemlich schwachen Tag erwischt hatten. Mit Ausnahme der Anfangsphase, in der Kapitän Thorsten Judt sein Team nach einer beherzten Aktion von Anestis Agritis auf dem rechten Flügel mit einem sehenswerten Direktschuss in Führung gebracht hatte (2.), spielten die Offenbacher "den Fußball, den wir nicht spielen wollen", so Innenverteidiger Niko Bungert. Der OFC ließ dem technisch überlegenen Kontrahenten Raum zum kombinieren, suchte seinerseits nur mit langen Bällen den Weg nach vorne und lud die Kölner durch teilweise grobe Schnitzer zum Toreschießen ein. "Wir waren 88 Minuten nicht richtig auf dem Platz", monierte Andersen hinterher.

Die Gäste nutzten die Freiheiten weidlich aus und hätten die Offenbacher schon zur Halbzeitpause aussichtslos in Rückstand bringen können. Bei Großchancen von Nationalstürmer Patrick Helmes (3./30.), dem diesmal im Angriff aufgebotenen Abwehrchef Kevin McKenna (20.) und Torjäger Milivoje Novakovic (26./37.) war deutlich mehr möglich als nur das 1:1, das Mittelfeldakteur Roda Antar per Kopf nach einer Ecke von von Ümit Özat erzielte (30.).

Die Kickers, die Mittelfeldspieler Thomas Wörle frühzeitig wegen Magenproblemen auswechseln mussten, hatten dem nichts entgegen zu setzen und lenkten die Begegnung nach 52 Minuten durch einen groben Schnitzer von Abwehrchef Moses Sichone (siehe nebenstehenden Artikel) endgültig in Richtung Kölner Sieg. Helmes bedankte sich mit dem 2:1, dem Novakovic nach 74 Minuten das 3:1 folgen ließ. Auch der Kölner Torjäger profitierte dabei von einem Offenbacher Fehler, Oualid Mokhtari hatte zuvor im Mittelfeld leichtfertig den Ball verloren.

Während Daum sehr zufrieden war und seine Mannschaft dafür lobte, "sehr konzentriert gespielt" zu haben, musste Andersen einräumen, "dass mehrere nicht ihre Leistung gebracht haben". Außer Torwart Cesar Thier und Bungert habe niemand Normalform gebracht. Leicht mildernde Umstände konnten dabei für Wörle, Sichone und Spielmacher Ricardo Sousa gelten, die allesamt in der vergangenen Woche krankheitsbedingt nicht oder kaum trainiert hatten. Das ändert nichts daran, dass es für den OFC im Abstiegskampf "wieder enger wird", so Andersen. Sollte Kaiserslautern heute in Osnabrück gewinnen, betrüge der Vorsprung auf die Absteigerplätze nur noch zwei Punkte.

Dennoch warnt Andersen davor, in Panik zu verfallen. "Es ist keine Schande, gegen Köln zu verlieren. Morgen muss die Niederlage vergessen sein." Denn schon am kommenden Freitag wartet das Auswärtsspiel bei der TuS Koblenz. Bis dahin "müssen wir die Halbkranken wieder gesund machen", sagte Andersen. Aber er sagte auch: "Wir müssen besser Fußball spielen und weniger Fehler machen."

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