Ulm - Kickers

Ohne Belohnung

  • vonPaul Schönwetter
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Der OFC kämpft, verliert aber mit 1:2 in Ulm.

Der aufmunternde Applaus der rund 500 mitgereisten OFC-Fans hielt selbst nach Spielende noch an – der 1:2 (0:2)-Niederlage beim SSV Ulm und dem weiterhin drohenden Abstieg aus der Regionalliga Südwest zum Trotz. Wie bereits eine Woche zuvor gegen Hessen Kassel, hatte Kickers Offenbach nach einem Zweitorerückstand alles gegeben, sich aber nicht belohnt. Der OFC war schlecht gestartet: Nach ungenauem Pass von Christos Stoilas foulte Dennis Schulte seinen Gegenspieler kurz vor dem eigenen Strafraum. Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter wertete die Situation als Notbremse. Da war noch keine Minute gespielt. Trainer Oliver Reck analysierte die fast 90-minütige Unterzahl diplomatisch: „Wenn man einen Plan für ein Spiel hat und der dann nach 30 Sekunden weg ist, ist das nicht so schön.“ Und es kam noch dicker: Erst erzielte Alper Bargeci (23.) per Weitschuss die Führung, dann erhöhte Felix Hörger mit einem sehenswerten Treffer (35.) zum 2:0. Und auch, wenn es für den OFC nur noch zum Anschlusstreffer durch Ihab Darwiche (51.) reichte, war über weite Strecken nicht zu sehen, welches Team in Unterzahl    agierte. Es war stark, wie die Kickers, bei denen Bryan Gaul nach der Saison zu Elversberg wechselt. trotz des scheinbar aussichtslosen Rückstands alle Kräfte mobilisierten und das Spiel bis zum Schluss offenhielten. Auch dank des jungen Levent Vanli. Der Torhüter, der die verletzten Daniel Endres und Alexander Sebald vertrat, hielt nicht nur einen Elfmeter (67.), sondern war bei Ulmer Chancen auf dem Posten. „Wir haben eindeutig Moral in diesem Spiel gezeigt“, sagte Reck. Aber auch er weiß: „Für den Klassenerhalt müssen wir noch einiges tun.“

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