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Niederlage in Osnabrück

Offenbacher Kickers ohne Leidenschaft

Die Offenbacher Kickers verlieren das Drittligaspiel gegen den VfL Osnabrück. Die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kommt, sorgt für Unmut in der Führungsriege der Hessen. Von Andreas Hunzinger

Von Andreas Hunzinger

Die Führungsriege der Offenbacher Kickers war merklich angefressen, als das Drittligaspiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem OFC vorüber war. "Wir sind alle sehr enttäuscht", sprach Vizepräsident Thomas Kalt aus, was alle dachten.

Dabei war es gar nicht mal die 0:1 (0:0)-Niederlage an sich, die die Kluboberen aufregte. Es war die Art und Weise, wie sich das Team um Kapitän Martin Hysky im Stadion an der Bremer Brücke präsentiert hatte. "Nach gutem Beginn mussten wir feststellen, dass Osnabrück die Siegermentalität hatte, die wir uns von unserer Mannschaft gewünscht hätten", sagte Kalt. Ähnlich kritisch äußerte sich auch Andreas Möller. Der Sportmanager hatte ebenfalls jene Basistugenden vermisst, die ein Fußballteam zeigen muss, will es erfolgreich sein. "Wir haben die Zweikämpfe nicht richtig angenommen", maulte Möller, um darüber hinaus festzustellen: "Osnabrück war gedanklich schneller als unsere Mannschaft."

Letzteres war vor allem beim Tor des Tages zu erkennen. Torwart Robert Wulnikowski, der bester Offenbacher war, hatte einen Schuss von Henrich Bencik noch parieren können, ehe Oliver Stang schneller schaltete als die Kickers-Defensive und die Kugel im zweiten Versuch über die Linie beförderte (50.).

In der ersten Hälfte hatten die Kickers immerhin noch solide gestanden. Auch wenn Linksverteidiger Maik Schutzbach schon früh nach einer Ecke auf der Linie klären musste (2.), und bei einem Kopfball von Aleksandar Kotuljac (16.) sowie einem Schuss von Niels Hansen (35.) der Pfosten respektive die Latte einen Gegentreffer verhinderten. Die Kickers, bei denen Kai Hesse sein Debüt gab, hatten nur eine Chance, als der Neuzugang aus Kaiserslautern vorbeischoss (4.).

Nach der Pause und speziell nach dem Rückstand waren sie dann nicht mehr imstande, den Niedersachsen etwas entgegenzusetzen. Im Gegenteil: Wulnikowski verhinderte mit einigen guten Paraden eine noch höhere Niederlage. "Da muss es ein anderes Aufbäumen geben", monierte Vizepräsident Kalt. Und auch Trainer Steffen Menze musste erkennen: "Osnabrück hatte einen Tick mehr Leidenschaft."Das will die OFC-Führung aber nicht so einfach hinnehmen, sieht sie so doch die Ziele gefährdet. Immerhin war die Partie in Osnabrück nun schon die sechste ohne Sieg. Deswegen will der Vizepräsident nicht ausschließen, dass die OFC-Profis in den nächsten Tagen ein paar deutliche Worte zu hören bekommen.

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