Regionalliga

Mannheimer Weg als Vorbild

Kickers Offenbach muss seine Aufholjagd ausgerechnet gegen Tabellenführer Waldhof starten.

Im Oktober 2017 war Kickers Offenbach souveräner Tabellenführer der Regionalliga Südwest und hatten zehn Punkte Vorsprung auf Waldhof Mannheim. Ausgerechnet in Mannheim begann dann die herbstliche Schwächephase. Die Kickers verloren 0:2 und Trainer Oliver Reck schaffte es danach nicht mehr, die Mannschaft zu stabilisieren. Die Mannheimer machten Punkt um Punkt gut und überholten die Kickers in der Rückrunde noch, scheiterten aber in der Relegation in die Dritte Liga an Uerdingen.

Der Mannheimer Weg nach vorne und der eigene Absturz als Tabellenführer ist das Vorbild für die Kickers in ihrer jetzigen Situation. Wobei ein großer Unterschied zur vergangenen Saison auch nicht verschwiegen werden darf. Diesmal zählt nur Platz eins, eine Relegation gibt es für den Zweiten nicht.

Trotz des Neun-Punkte-Rückstands ist es noch zu früh, Platz eins abzuhaken. Mannheim hat eindrucksvoll gezeigt, dass man zehn Punkte Rückstand aufholen kann. Aber zwölf Punkte Rückstand, so viele wären es für die Kickers bei einer Niederlage in Mannheim, hat noch kein Regionalligist im Aufstiegsrennen wettgemacht. Das heißt: Mit einer Niederlage wäre der OFC in dieser Saison raus aus dem Meisterschaftsrennen und müsste mit den finanziellen Folgen klarkommen. 

Für Trainer Daniel Steuernagel stellt sich die Frage: Alles auf Sieg ausrichten, oder um jeden Preis zunächst die Niederlage und das endgültige Aus verhindern. Nach den Eindrücken aus dem Pokalspiel am Mittwoch bei Bayern Alzenau (3:2) werden die Kickers kaum mit riesigem Selbstvertrauen bei Waldhof antreten. Der Tabellenzweite der Hessenliga hatte den Tabellensechsten der Regionalliga am Rand der Niederlage. Zentimeter (Pfosten und Latte) sowie Jake Hirst retteten die Kickers.

„Die zweite Halbzeit war nicht so, wie wir spielen wollten. Man hat gesehen, wie gut die Alzenauer die freien Räume nutzen. Davor hatte ich gewarnt“, wunderte sich Steuernagel, wie sorglos seine Spieler ein halbes Dutzend Konterchancen zuließen. Die Qualität der Mannheimer Mannschaft wird nochmals um einiges höher sein, so dass die Kickers sich erheblich steigern müssen und Steuernagel sicher die eine oder andere Umstellung vornehmen wird.
Ganz sicher weiter bei den Kickers bleibt Luka Garic. Der 18-jährige Mittelfeldspieler verlängerte am Freitag seinen Vertrag um ein Jahr bis 2020.

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