Regionalliga-Südwest

Leiser Abschied aus dem Aufstiegsrennen

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Die Offenbacher Kickers verlieren in Homburg 1:2. Der Abstand zu Tabellenführer Waldhof Mannheim beträgt nun bereits elf Punkte.

War es das bereits für die Offenbacher Kickers im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Regionalliga Südwest und den damit verbundenen Aufstieg? Drei Spieltage vor der Winterpause liegt der OFC schon nahezu aussichtslos zurück: Elf Punkte beträgt der Abstand auf Spitzenreiter Waldhof Mannheim nach dem 1:2 in Homburg. So viele waren es noch nie. Rechtsverteidiger Serkan Göcer forderte zwar, dass man „weitermachen“ müsse, aber den Worten fehlte die Überzeugung. Der OFC ist schlichtweg nicht konstant genug.

Jedes Mal, wenn die Kickers den Rückstand auf Platz eins etwas verringert hatten, kam ein Rückschlag. „Wir schaffen es nicht, die Big Points zu machen“, gibt Sportdirektor Sead Mehic zu. „Von den letzten 13 Punktspielen haben wir nur zwei verloren. Es gab aber zu viele Unentschieden. Wir hören deshalb nicht auf. Bis zur Winterpause wollen wir noch so viele Punkt wie möglich holen.“ Es ist verständlich, dass Mehic die Saison nicht zur Halbzeit bereits öffentlich abhakt. Intern gibt es aber Stimmen, die sagen, dass es für ganz oben nicht reicht in dieser Runde.

Überflieger auf dem Boden

Zahlenmäßig stellen die Kickers mit 19 Gegentreffern in 17 Spielen zwar die viertbeste Abwehr der Liga. In Homburg zeigte sich aber erneut die extreme Konteranfälligkeit. Für Trainer Daniel Steuernagel ist der Grund klar: Die Organisation der „Restverteidigung“ funktioniert nicht. Es ist diesbezüglich jedoch auch kaum eine Entwicklung zu sehen. Entweder verstehen die Spieler des Trainers Taktik nicht. Oder sie passen – entgegen der vor Saisonbeginn geäußerten Einschätzung – nicht zu seinem System.

Die Anzahl der Spieler, denen Kontinuität bescheinigt werden kann, lässt sich an einer Hand abzählen, ohne alle Finger zu benötigen: Torwart Daniel Endres, Innenverteidiger Benjamin Kirchhoff sowie im Mittelfeld Sechser Ko Sawada und Linksaußen Serkan Firat. Im Angriff etwa ist Überflieger Jake Hirst wieder auf dem Boden gelandet. Der Mittelstürmer aus der Bezirksoberliga, der bei seinen ersten sieben Einsätzen siebenmal getroffen hatte, ist seit sieben Partien ohne Tor.

„Er arbeitet aber gut“, lobt Mehic. Das gelte auch für Sturmpartner Varol Akgöz. Aber: „Wir sind als Team nicht konstant genug“, sagt der Sportdirektor. Auf die Frage nach personellen Änderungen im Winter reagiert er zurückhaltend: „Wir werden die erste Saisonhälfte analysieren. Das ist aber das Normalste der Welt.“ Von Perspektivlosigkeit will Mehic jedenfalls nichts wissen: „Wir haben immer gesagt, dass bei uns alles passen muss, um oben dabei zu sein. Wir dürfen jetzt nicht schwarzmalen und keine Unruhe aufkommen lassen. Wir haben eine junge Mannschaft. Und sie hat Potenzial.“

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