Gegen Ulm

Kickers fühlen sich gut vorbereitet

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Offenbach startet mit richtungsweisendem Spiel gegen Ulm in die zweite Saisonhälfte.

Rund fünf Wochen lang galt die Konzentration von Daniel Steuernagel nur dem eigenen Team. Seit Sonntag hat der Trainer der Offenbacher Kickers den Auftaktgegner der Restsaison intensiv im Blick. Der SSV Ulm, am Samstag (14 Uhr) beim OFC zu Gast, sei „mit die beste Mannschaft gewesen, gegen die wir diese Saison gespielt haben“, lobt der 39-Jährige. Ebenso wie die Kickers (4.) haben die „Spatzen“ (5.) 36 Zähler geholt, weisen aber die um 18 Treffer schlechtere Tordifferenz auf.

Ulm legte am Samstag eine gelungene Generalprobe hin, siegte beim FC Bayern München II, Tabellenführer der Regionalliga Bayern, 2:1. Steuernagel sieht sein Team aber gut präpariert für das wichtige Spiel, in dem sich zeigen wird, wer weiter hoffen darf, nochmals in den Titelkampf einzugreifen. „Ich bin mit der Vorbereitung zufrieden“, betont Steuernagel. Zwar taten sich die Kickers zu Beginn schwer, die Bilanz der Tests gegen drei Ober- sowie vier Regionalligisten (drei Siege, drei Remis, eine Niederlage, 13:9 Tore) ist jedoch ordentlich, auch wenn es beim abschließenden 3:3 gegen Mainz 05 II Licht und Schatten gab. „Bis auf dieses Spiel haben wir nicht viele Tore kassiert und uns auch immer Chancen erspielt“, so Steuernagel. Das 0:2 zum Auftakt gegen Siegen klammert er dabei aus. „Das war nicht gut, aber das ist nicht ungewöhnlich nach einer so langen Pause.“

Auffallend war, dass die Kickers weiterhin Probleme bei schnellem Umschaltspiel des Gegners haben. Zudem war die zweite Hälfte wiederholt deutlich besser als die erste. „Wir wollten, es hat nicht am Engagement gefehlt“, sagt Steuernagel. Moral und Fitness scheinen in der Tat zu stimmen. Fehler wie in der ersten Hälfte gegen Mainz darf sich der OFC am Samstag jedoch nicht erlauben, zumal beide Gegentore ans Hinspiel in Ulm erinnerten. Vor dem 0:1 störte Luka Garic, der als linker Außenverteidiger auflief, tief in der gegnerischen Hälfte. Innenverteidiger Benjamin Kirchhoff ließ sich ebenfalls über die Mittellinie locken und schon war hinten alles offen. Vor dem 0:2 ließ Garic nach einer Standardsituation seinen Gegenspieler aus den Augen. Steuernagel nimmt Garic zwar in Schutz („Er ist jung, kann noch U19 spielen“), fordert aber insgesamt mehr Konzentration bei Standards, auch wenn die Kickers nach ruhenden Bällen bisher kaum Gegentore kassierten. „Gegen Ulm kommt jede Menge Wucht auf uns zu“, warnt der Fußballlehrer.

„Sind taktisch flexibel“

Ob Garic auch gegen Ulm links verteidigt, hängt davon ab, ob Julian Scheffler (Erkältung) rechtzeitig fit wird. Dennis Schulte wäre eine Alternative, fällt aber mit Syndesmosebandriss länger aus. „Das ist ärgerlich. Er ist ein zuverlässiger Typ“, so Steuernagel. Auch Christos Stoilas, der eigentlich abgegeben werden sollte, erhielt in den Tests links hinten Einsatzzeit, hat seine Vorzüge aber in der Offensive und ist eher ein Kandidat fürs 3-5-2, das sich endgültig neben dem 4-4-2 als zweites System etabliert hat. „Wir sind taktisch flexibel. Ulm weiß nicht, wie wir spielen“, betont der Coach.

Offen lässt er auch, wer Serkan Firat links vorne ersetzen wird. Offenbachs bester Torschütze (elf Treffer) fehlt wegen einer Gelbsperre. Garic und Ko Sawada, beide eher im Zentrum daheim, sind Kandidaten, zudem Marko Ferukoski. Auch die Besetzung des Angriffs ist spannend. Jake Hirst gilt als gesetzt. Zugang Moritz Reinhard darf als großer Gewinner der Vorbereitung hoffen, neben ihm aufzulaufen. Niklas Hecht-Zirpel ist ebenfalls ein Kandidat. Er hat laut Steuernagel einen Sprung gemacht, ebenso Defensivspieler Kevin Ikpide. Auch bei Dren Hodja zeigte die Formkurve nach oben. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt der Trainer.

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