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Blick von der Tribüne in das Stadion am Bieberer Berg desZweitligisten Kickers Offenbach.
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Blick von der Tribüne in das Stadion am Bieberer Berg desZweitligisten Kickers Offenbach.

Kickers fühlen sich verprellt

Mögliche Lösungen der Offenbacher Stadionfrage entsprechen nicht den Erwartungen des Fußball-Drittligisten

Von ANDREAS HUNZINGER UND CHRISTOPH MANUS

Gestern hatte Thomas Kalt einen Termin bei der Stadt Offenbach. Der Vizepräsident des Fußball-Drittligisten Kickers Offenbach war ins Rathaus geladen, um die von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für ein neues Stadion zu begutachten. Der zufolge würde nördlich des Stadions am Bieberer Berg ein Neubau entstehen, der 30,4 Millionen Euro kosten würde. Die Alternative wäre ein Umbau für 29,2 Millionen; bei beiden Varianten würde sich die Zuschauerkapazität auf 20 000 belaufen. Selbst ein Teilumbau, bei dem nur die Haupt- und die westliche Stehtribüne erneuert würden, ist im Gespräch.

Kalt machte gestern nochmals deutlich, dass er und seine Kollegen vom OFC-Vorstand sich mehr erwartet hätten: einen Neubau hinter dem jetzigen Stadion. Für dieses insgesamt 40 Millionen teure Konzept hatten sich die Kickers schon seit Längerem stark gemacht und ihrerseits vor einem Jahr eine Machbarkeitsstudie vorgelegt. Finanziert werden sollte das Projekt zum Großteil aus jenen 20 Millionen Euro, die vom Land Hessen aus dem so genannten Landesausgleichsstock an Offenbach gingen.

Daraus wurde aber nichts, weswegen sich die Verantwortlichen der Kickers verprellt fühlen. Mit der aktuellen Konzeption können sie sich nicht identifizieren, weswegen auch Thomas Delhougne Ende der vergangenen Woche seine Aufgaben abgegeben hatte. Der einstige Schatzmeister und Vorsitzende des Verwaltungsrates des OFC hatte sich seit 2000 um das Stadionprojekt gekümmert und sagt zu der neuesten Idee: "Dafür stehe ich nicht zur Verfügung." Der 52 Jahre alte Unternehmensberater hält das Konzept in wirtschaftlicher und architektonischer Hinsicht für extrem mangelhaft und zudem für imageschädigend, weil "das Herz der OFC-Fans", die Stehtribüne, von der Gegengeraden hinter das Tor verpflanzt werden soll. Stark bezweifelt Delhougne, dass "die Stadt die Finanzierung hinkriegt". Auch weil die Landesmittel mittlerweile verbraucht seien, so Delhougne.

Er hält ein neues Stadion aber für "überlebenswichtig" für den OFC. Sonst, Delhougne, stünde zu befürchten, "dass der Verein irgendwann in der Bedeutungslosigkeit versinkt".

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