Kickers Offenbach

Immer für ein Spektakel bereit

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Kickers Offenbach hofft beim Topspiel in der Regionalliga Südwest gegen den SV Elversberg auf 10.000 Fans am Bieberer Berg.

Wenn Daniel Steuernagel morgens aus dem Auto steigt und vom Parkplatz zu seinem Büro schlendert, dann kommt er jedes Mal an ihr vorbei: an der kleinen Bronzebüste, die im Schatten der Haupttribüne zur Würdigung von Vereinsikone Hermann Nuber aufgestellt wurde. Zuletzt zauberte der Anblick dem Trainer von Kickers Offenbach immer öfter ein Grinsen ins Gesicht. Denn das, was der OFC momentan auf den Rasen bringt, glaubt Steuernagel, hätte dem „eisernen Hermann“ in seiner Glanzzeit sicher Spaß bereitet. „Wir haben eine Riesenmoral, eine super Zweikampfstärke und sind richtig gallig“, zählt Steuernagel auf. „Wenn ich an den ,eisernen Hermann‘ denke: Er stand genau für diese Attribute. Nicht für Tiki-Taka a la Barcelona.“

Mit kampfbetontem Fußball will der OFC am Samstag (14 Uhr) auch die SV Elversberg in die Knie zwingen, die zum Topspiel der Regionalliga Südwest an den Bieberer Berg reist. „Wir sind gut drauf, Elversberg ist gut drauf – das wird ein richtiges Spitzenspiel“, sagt Steuernagel. Auch der Rahmen dürfte passen: Bei den Kickers hoffen sie, dass die Marke von 10 000 Zuschauern mal wieder geknackt wird.

Wer sich in den vergangenen Wochen ein OFC-Spiel angesehen hat, der konnte sicher sein: Er bekommt für sein Geld einiges geboten – späte Tor, umstrittene Platzverweise und Verletzungen inklusive. Die Kickers scheinen sich wohlzufühlen in der Rolle der Comeback-Könige, bei denen es immer erst ein bisschen dramatisch werden muss. Immerhin kamen sie so bislang auf 13 Punkte aus fünf Spielen und stehen nun seit einer Woche auf Rang eins der Tabelle. „Für die Zuschauer gibt es derzeit nichts Schöneres, als nach Offenbach zu kommen“, so Steuernagel: „Die Mannschaft hat Wille, haut sich rein und es gibt immer ein Spektakel.“

Das hat zuletzt aber auch einige Opfer gefordert. Neben Gerrit Gohlke fehlt nun auch Kevin Pezzoni rotgesperrt, dazu fällt Kapitän Richard Weil mit einer Oberschenkelverletzung drei Monate aus. Zumindest etwas entspannt hat sich die Personalsituation dadurch, dass die zuletzt unpässlichen Andis Shala (Rückenprobleme) und Lucas Albrecht (Achillessehne) am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurückgekehrt sind und seither sämtliche Übungen mitmachen konnten. Steuernagel geht davon aus, dass beide am Samstag „wieder zu 100 Prozent fit sind“. Gleichwohl dürfte sich das Duo erst einmal auf der Bank wiederfinden.

Gut möglich, dass in der nächsten Woche noch ein neuer Spieler dazukommt. „Wir müssen überlegen, ob wir extern noch was machen“, sagt Steuernagel: „Ich würde das nie ausschließen.“

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