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Giftiges Duell: Marco Rapp (links) und Leon Bell Bell im Hinspiel, das der OFC klar für sich mit 4:1 entschied.
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Giftiges Duell: Marco Rapp (links) und Leon Bell Bell im Hinspiel, das der OFC klar für sich mit 4:1 entschied.

FSV Frankfurt - Kickers Offenbach

Hessenderby unter Flutlicht

  • Manuel Schubert
    vonManuel Schubert
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Christopher Fiori, Geschäftsführer von Kickers Offenbach, freut sich auf das Duell gegen seinen Ex-Klub FSV Frankfurt.

Vom neuen bis zum alten Büro sind es mit dem Auto gerade einmal neun Kilometer. Das macht eine Fahrtzeit von knapp 15 Minuten. Am Montagabend wird Christopher Fiori diese Strecke zwar nicht zum ersten Mal zurücklegen, doch zum ersten Mal unter besonderen Voraussetzungen. Der Geschäftsführer der Offenbacher Kickers kommt diesmal nämlich als Gegner an den Bornheimer Hang, wo der FSV Frankfurt haust – Fioris früherer Arbeitgeber. Um 20.15 Uhr (live/Sport1) treffen die beiden Fußball-Regionalligisten im Hessenderby unter Flutlicht aufeinander. Fiori freut sich drauf: „Das wird ein schönes Spiel.“

Besonders lang war sein Intermezzo beim Fußballsportverein nicht. Von Juli 2015 bis November 2016 war er als Prokurist sowie Leiter der Bereiche Organisation und Stadionmanagement beim FSV tätig, danach wurde er vom OFC abgeworben. Dennoch habe er im Frankfurter Osten „eine intensive Zeit“ verbracht, berichtet Fiori. Als er bei den Bornheimern anfing, spielten sie noch in der zweiten Liga. Der baldige Abstieg in Klasse drei sei schmerzhaft gewesen, erinnert er sich. „Beim FSV sind alle mit viel Herzblut dabei.“ Zu einem Großteil der früheren Kollegen hat er heute noch regelmäßig Kontakt. Zweimal schaute Fiori diese Saison bereits bei Heimspielen seines ehemaligen Arbeitgebers vorbei. 

Fünf Monate nach seinem Wechsel auf die südliche Main-Seite musste der FSV Insolvenz anmelden, es folgte der zweite Abstieg binnen eines Jahres. Etwas spöttisch könnte man sagen: Fiori hat gerade noch rechtzeitig den Absprung geschafft. Für den 37-Jährigen kam der Totalabsturz seines Ex-Vereins jedoch ziemlich überraschend. „Dass es so einen großen Knall gibt, war für mich damals noch nicht ersichtlich“, erinnert er sich. Die Kickers konnten dem gebürtigen Frankfurter einen Job mit mehr Verantwortung bieten, er hat sie genutzt. Fiori brachte Ordnung in die zuvor chaotische Geschäftsstelle, seit er das Sagen in der Bieberer Straße hat, konnte der Klub laut eigenen Angaben 74 neue Partner und Sponsoren an Land ziehen. 

Aber auch den FSV sieht er mittlerweile wieder gut aufgestellt. „Sie haben zuletzt einige wichtige Baustellen schließen können“, urteilt Fiori. „Ich denke, dass sie sich konsolidieren können.“ Auf dem Platz läuft es zurzeit sogar richtig rund beim FSV. Fünf ihrer letzten sechs Pflichtspiele haben die Bornheimer gewonnen und sich dadurch erst einmal der größten Abstiegsängste entledigt. Das wird auch in Offenbach registriert. „Sportlich sind sie in sehr guter Form“, attestiert Fiori. „Das ist nicht zu unterschätzen.“ Der Druck liegt am Montag eher bei den Kickers, die sich mit Waldhof Mannheim ein enges Rennen um den zweiten Relegationsplatz liefern und gezwungen sind, konstant zu punkten. „Die Chancen, in die Relegation zu kommen, stehen dieses Jahr so gut – das müssen wir nutzen“, betont Fiori. 

Auch für seine ehemaligen Kollegen beim FSV wird das Derby ein besonderer Abend. Das Interesse an der Partie ist enorm, rund 2000 Tickets wurden bereits verkauft, insgesamt rechnen die Gastgeber mit zirka 4000 Zuschauern. Klar ist: Der bisherige Höchstwert in dieser Spielzeit – gegen Mannheim kamen 2853 Zuschauer – wird deutlich überboten werden. Allein im Business- und Logenbereich haben sich rund 500 Gäste angekündigt, bei normalen Heimspielen zählt man hier um die 200 Besucher. Von der Polizei wurde die Partie zum Risikospiel erklärt. Für die junge FSV-Mannschaft besteht die Herausforderung auch darin, sich nicht von der besonderen Kulisse einschüchtern zu lassen. „Das ist kein Spiel wie jedes andere, drumherum wird viel mehr passieren“, sagt FSV-Trainer Alexander Conrad. „Wir müssen das mit heißem Herz und kühlem Kopf angehen.“ 

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