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Thomas Gerstner noch als Trainer von Arminia Bielefeld (vom 13.12.2009).
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Thomas Gerstner noch als Trainer von Arminia Bielefeld (vom 13.12.2009).

Neuer OFC-Trainer

Gerstner soll es richten

Der Ex-Trainer von Arminia Bielefeld, Thomas Gerstner, ist neuer Coach bei Kickers Offenbach. Er erhält zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende und soll den Aufstieg in die Zweite Bundesliga erreichen.

Von Andreas Hunzinger

Er habe nicht lange nachdenken müssen, sagt Thomas Gerstner. Bereits beim ersten Gespräch mit der Führung der Offenbacher Kickers am vergangenen Sonntag habe er gemerkt, „dass wir ähnlich ticken. Wir kamen relativ schnell auf einen Nenner“. Was sich schon bei der ersten Kontaktaufnahme so gut anließ, mündete schnell in den Fakt: Gerstner wird neuer Trainer des in die Krise geratenen hessischen Fußball-Drittligisten und beerbt den am Samstagabend beurlaubten Wolfgang Wolf. Der 44-Jährige erhält beim OFC zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende. „Wir sind uns aber einig, dass er sich verlängert, wenn wir unser Ziel erreichen“, sagte Thomas Kalt bei der Vorstellung Gerstners am Montagmittag. Der Geschäftsführer der OFC Kickers Profi GmbH betonte gleichzeitig, „dass wir uns auch sehr gut vorstellen können, die Zusammenarbeit in der dritten Liga fortzuführen“.

Doch dazu soll es nicht kommen. Gerstner tritt beim OFC mit dem Anspruch an, die Zielsetzung ? Aufstieg in die Zweite Bundesliga ? in die Realität umzusetzen. „Wir wollen am Ende besser sein als Platz vier“, sagt der ehemalige Profi. Gerstner ist „stolz darauf“, bei den Kickers arbeiten zu können, „weil der OFC ein Verein ist, der Tradition hat“. Er selbst habe stets gerne am Bieberer Berg gespielt, „es war immer eine geile Stimmung.“

Zuletzt war die Atmosphäre angesichts der enttäuschenden Ergebnisse aber eher mäßig. Gerstner will dafür sorgen, dass die Fans wieder zufrieden nach Hause gehen. Dabei liegt seine Priorität gar nicht mal darauf, mit seinem Team zu brillieren. „Klar, schönen Fußball wollen alle“, sagt er. „Aber das können wir mal in die Tonne kloppen. Wir wollen das Ziel erreichen. Mit aller Macht“, betont Gerstner. „Ob wir das mit 13 dreckigen Siegen erreichen, oder mit elf dreckigen und zwei schönen, das ist völlig egal.“

"Wir werden neue Dinge tun"

Um den erwünschten Erfolg zu erzielen, will Gerstner seinen Spielern neue Impulse geben. „Wir werden neue Dinge tun“, sagt er. Sowohl trainingsmethodisch als auch bei der mentalen Vorbereitung will Gerstner andere, bisweilen auch unkonventionelle Pfade beschreiten . „Aber“, sagt er lächelnd, „es gibt hier keine Weltraumforschung“. Sportwissenschaftlich fundiert soll es beim OFC zugehen. Die Voraussetzungen, Erfolg zu haben, schätzt der neue Coach als günstig ein. „Der Kader ist sehr gut zusammengesetzt“, sagt Gerstner, „die Mannschaft macht einen guten Eindruck.“

Der Mann, der sich selbst als Teamplayer bezeichnet und ein offensiv ausgerichtetes 4-1-4-1-System präferiert, sieht seine kurzfristige Aufgabe angesichts des Heimspiels am kommenden Freitag gegen Verfolger Rot-Weiß Erfurt darin, die Spieler des momentanen Tabellendritten im Kopf freizubekommen. In der derzeitigen misslichen Lage könne nur die Trendwende geschafft werden, „wenn die Spieler mental auf Reset gestellt sind“. Deswegen will Gerstner zunächst „herausfinden, „wo sich die Jungs am wohlsten fühlen“. Soll heißen: Der neue Trainer wird jeden OFC-Akteur nach seiner Lieblingsposition fragen. Ob er dann jedem seiner Profis gerecht werden kann, ist natürlich ungewiss. Denn Gerstner sagt über sich selbst zwar, er „eher Demokrat als Diktator“, aber natürlich gibt er die Richtung vor.

Dass er beim OFC eine schwere Aufgabe übernommen hat, findet der forsch daherkommende Fußballlehrer übrigens nicht. „Leute, die Angst haben, etwas zu verlieren, laufen mutlos durchs Leben. Wenn man denkt, etwas wird schwierig, dann wird es auch schwierig“, sagt er. Ein Spaziergang wird der Aufstieg aber auch für den neuen Coach nicht.

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