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Bedient: Maik Vetter (links) und Luka Garic.

Offenbacher Kickers

OFC fehlt schon wieder das Matchglück

Kickers Offenbach kassiert gegen den 1. FC Saarbrücken spät den 1:1-Ausgleich und verpasst den Sprung auf Rang fünf.

Während viele OFC-Fans fast fluchtartig den Heimweg antraten, jubelten 1000 mitgereiste Saarländer Anhänger über einen Punktgewinn, der für sie lange Zeit außer Reichweite schien. „Es ist einfach ärgerlich, weil der Dreier für uns so wichtig gewesen wäre“, sagte Daniel Steuernagel, der 70 Minuten lang eine kontrollierte Vorstellung der Kickers gesehen hatte. „Wir haben vieles richtig gemacht“, befand er.

Durch ein Tor von Benjamin Kirchhoff waren die Offenbacher in einem umkämpften, aber keineswegs hochklassigen Spiel verdient mit 1:0 in Führung gegangen (53.). Erst kurz vor Schluss überschlugen sich die Ereignisse – weil Saarbrücken mehr Qualität und Glück mit seinen Einwechslungen hatte. Während Kickers-Joker Niklas Hecht-Zirpel das 2:0 verpasste (85.), schlug zwei Minuten später Saarbrückens eingewechselter Angreifer Sebastian Jacob zu (87.). „Das Tor darf einfach nicht fallen, da sind wir zu naiv“, ärgerte sich Steuernagel und monierte nicht zum ersten Mal in dieser Saison „fehlendes Matchglück“. Gäste-Coach Dirk Lottner war naturgemäß zufriedener: „Es war ein leistungsgerechtes Unentschieden.“

Viel Kampf, wenig spielerische Höhepunkte

Daniel Steuernagel hatte seine Startelf verändert: Für Francesco Lovric, Luka Garic und Florian Treske begannen Kapitän Benjamin Kirchhoff in der Innenverteidigung, Dren Hodja und überraschend Marco Ferukoski. Der 19-Jährige war bislang nur einmal, am 22. Oktober 2017 beim 0:2 in Mannheim, 46 Minuten zum Einsatz gekommen. Er übernahm Florian Treskes Part als zweite Spitze. Hodja ersetzte Garic im zentralen Mittelfeld. 

Die Kickers begannen mutig gegen den amtierenden Meister, richtig zwingend wurde es allerdings lange nicht. Weil das auch auf die Saaländer zutraf, entwickelte sich zwar ein intensives und umkämpftes Spiel, das allerdings nur zwischen den Strafräumen stattfand. Erst in der 34. Minute kam der OFC zur ersten Chance. Kirchhoff köpfte nach Serkan Firats Eckball knapp drüber. Auch die zweite Gelegenheit der ersten Hälfte resultierte aus einem Standard: Firats Schlenzer mit links vom rechten Strafraumeck strich knapp am linken Winkel vorbei (40.). 

Joker Hecht-Zirpel zielt zu ungenau

Sieben Minuten nach Wiederanpfiff brachte ein weiterer Standard die Führung für den OFC: Firats Freistoß verlängerte Albrecht an den Fünfmeterraum, wo Kirchhoff freistehend in den Winkel einschoss. Danach deutete lange Zeit wenig auf ein Comeback der Saarbrücker, die in der Offensive zu selten zwingend wurden. Weil der OFC aber zu sehr aufs Verteidigen der Führung aus war, blieb die Partie offen. Und in der Schlussviertelstunde wurde es nochmal dramatisch. Erst verpasste der eingewechselte Hecht-Zirpel das 2:0, als er nach Vorlage von Ko Sawada freistehend drüberschoss (85.). Sebastian Jacob, ebenfalls eingewechselt beim Gast, machte es drei Minuten vor Schluss besser. 

Er schoss aus zehn Metern mit links ins linke Eck ein. Wenig später scheiterte Saarbrückens Joker Gillian Jurcher freistehend an OFC-Torwart Daniel Endres. Die Stimmungslage unter den Fans nach dem Abpfiff zeigte, wer der gefühlte Verlierer war: Kickers Offenbach.

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