Regionalliga

Ende mit Schrecken für die Kickers

Beim 1:1 in Pirmasens vermasseln sich die Offenbacher den Sieg erneut in der Schlussphase.

Die Offenbacher Kickers bleiben rätselhaft. Bei lange Zeit biederen Pirmasensern hatte der OFC 70 Minuten lang zwar kein Feuerwerk abgebrannt, aber doch einiges richtig gemacht. Der Weg zum vierten Auswärtssieg schien nach Dren Hodjas Führungstor (45.) geebnet. Ein erschreckender Leistungsabfall sorgte aber dann dafür, dass die Fans trotz des sechsten Pflichtspiels in Folge ohne Niederlage mit hängenden Köpfen zur Fankurve schlichen. „Warum macht ihr jede Woche immer wieder dieselben Fehler“, fragten die enttäuschten Kickers-Anhänger. Völlig zurecht.

Die Kickers übernahmen bei wie erwartet rein auf Umschaltspiel lauernden Pfälzern die Kontrolle. Linksverteidiger Schulte gab gleich in der ersten Minute den ersten Torschuss ab – doch danach entwickelte sich ein zähes Duell vor rund 1059 Fans, darunter ein Drittel Offenbacher, die die staureiche Anreise auf sich genommen hatten. Die Kickers versuchten mit laufintensivem Direktspiel den Weg in die Spitze, allzu oft kamen sie gegen die Viererkette der Pfälzer nicht durch. Was vor allem oft dann scheiterte, wenn Innenverteidiger Lucas Albrecht den Aufbau übernehmen musste. Das ist einfach nicht sein Kernmetier. 

Doch die Kickers blieben beharrlich, und im vierten Anlauf klappte es – und wie schön war dieser Schlenzer von Dren Hodja mit rechts in den rechten Winkel. Jake Hirst hatte mit beherztem Antritt den Angriff in Schwung gebracht. Das 1:0 (45.) war zu diesem Zeitpunkt längst verdient.

Lange hatten die Kickers die Partie im Griff, um in der Schlussphase doch die Kontrolle zu verlieren, nur noch selten traten sie zudem offensiv in Erscheinung, weshalb düstere Erinnerungen an das jüngste 1:1 gegen Balingen wach wurden – und in der 86. Minute bittere Realität. Nach schlimmem Fehlpass vom lange souveränen Marx auf Sawada, der die Kugel im Mittelfeld zu leicht verlor, schaltete Pirmasens schnell um und David Becker vollendete frei vor Endres ins rechte Eck. Von der lange gezeigten Souveränität war spätestens jetzt nichts mehr zu sehen. Das stimmt bedenklich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion