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Zu Besuch bei alten Geistern

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Kickers-Spieler gehen ins Museum, bevor ihnen im FC St. Pauli die raue Gegenwart begegnet / Andersen beugt vor

Von ANDREAS HUNZINGER

Am Samstagnachmittag wandeln die Profis des Fußball-Zweitligisten Kickers Offenbach auf den Spuren ihrer Vorgänger. Nach dem Training um 14 Uhr steht für Coach Jörn Andersen und seine Spieler ein Besuch im Kickers-Museum im Offenbacher Nordend auf dem Programm. Dort ist beispielsweise ein Duplikat des DFB-Pokals ausgestellt, den der OFC 1970 gewonnen hat. Ebenso Eintrittskarten des Endspiels um die deutsche Meisterschaft 1959 in Berlin, das der OFC bekanntlich gegen Eintracht Frankfurt 3:5 verlor. Zudem kann die aktuelle Generation an Kickers-Profis, die fast ausnahmslos nicht geboren war, als der OFC seine großen Zeiten hatte, Bilder der Helden der Vergangenheit bestaunen. Ob von Hermann Nuber, Erwin Kostedde oder Siggi Held.

Derart inspiriert will der Tabellenvierzehnte am Sonntag dann in das Heimspiel gegen den FC St. Pauli gehen und gewinnen. Andersen wehrt sich aber dagegen, dass ein Sieg Pflicht ist. "Selbst wenn er nicht gelingt, geht es weiter." Der Norweger ist jedoch höchst zuversichtlich, dass sein Team den Kultklub aus Hamburg bezwingen kann. Seit dem schwachen Auftritt beim 1:3 in Aue vor drei Wochen hätten seine Jungs eingesehen, "dass wir mehr können. Besser trainieren und besser spielen." Zudem hätten gegen Aachen und Augsburg "Leistung und Moral gestimmt. Deswegen weiß ich, dass wir Punkte holen werden." Deren 15 oder 16, glaubt der OFC-Trainer, wird sein Team zum Klassenerhalt noch benötigen.

Personell will Andersen nichts Elementares ändern. "Ich habe das Gefühl, dass wir eine Mannschaft gefunden haben, die mitzieht. Sie hat eine Chance verdient." Gleichzeitig betont der 45-Jährige, der auf die verletzten Marco Reich, Stephan Sieger, Daniyel Cimen, Dino Toppmöller, Alexander Karrer und Manuel Hornig verzichten muss, dass "ich genug Alternativen habe". Jeder der Reservisten - Adebowale Ogungbure, Denis Epstein, Anestis Agritis, Maximilian Watzka, Benjamin Baier, und Bastian Pinske - "kann spielen". So ist es möglich, dass etwa Pinske den in Augsburg schwachen Martin Hysky als linken Verteidiger ersetzt.

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