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Beschwerlicher Kampf um den Stammplatz

Anestis Agritis will bei den Offenbacher Kickers seine Chance nutzen und zeigen, dass er mehr ist als nur ein Ersatzspieler.

Von ANDREAS HUNZINGER

Jörn Andersen war sichtlich darum bemüht, nicht zu streng zu urteilen. Gefragt nach der Leistung von Anestis Agritis im Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern, sagte der Trainer der Offenbacher Kickers. "Er hat es schwer gehabt. Aber er ist gelaufen und hat gekämpft." Klingt nach: Er hat sich bemüht und mithin nach einem vernichtenden Urteil.

Andersen meint es aber wohlwollend. Hatte er doch erkannt, dass sein wegen des Fehlens von Suat Türker, Aristide Bancé (beide gesperrt) und Dino Toppmöller (Reha nach Leistenoperation) letzter verbliebener Stürmer am Gründonnerstag im Fritz-Walter-Stadion tatsächlich einen sehr undankbaren Job hatte. Nicht nur, dass der 26 Jahre alte Grieche einzige Sturmspitze war. Agritis litt außerdem noch darunter, dass das Offensivspiel der Kickers an jenem Abend nicht funktionierte und er sich stets einer Übermacht an Abwehrspielern gegenüber sah.

Agritis war sich hinterher natürlich im Klaren darüber, dass er nicht hatte glänzen können und außer einem Schuss aus 18 Metern, der knapp über das Kaiserslauterer Tor gestrichen war, auch keine große Torgefahr verbreitet hatte. Aber der 1,76 Meter große und 74 Kilogramm schwere Stürmer war überhaupt froh gewesen, mal wieder von Anfang an stürmen zu können. Zwar, so sagt Agritis, sei er Profi "und ich akzeptiere selbstverständlich die Entscheidung des Trainers". Aber der im Januar 2007 vom griechischen Erstligisten PAE Aigaleo nach Offenbach gekommene einmalige Nationalspieler lässt doch durchblicken, dass er mit der Rolle des Einwechselstürmers nicht zufrieden ist. Zwar stehen für Agritis 16 Saisoneinsätze zu Buche, aber einschließlich des Auftritts von Kaiserslautern spielte er nur achtmal von Beginn an. Seit der Verpflichtung von Bancé sind die Karten des schnellen Mannes schlechter geworden. Bezeichnend: Auch sein erster Rückrundeneinsatz von Anfang an - beim 1:3 in Aue - war nur dem Umstand geschuldet, dass der Hüne aus Burkina Faso verletzt war.

Dabei hatte Agritis nach seiner Verpflichtung in Offenbach die Hoffnung genährt, dass er den Klub tatsächlich weiterbringen könnte. Gerade in der Endphase der vergangenen Saison hatte er in Augsburg und in Köln je zwei Tore erzielt, die dem OFC jeweils ein Remis und damit den Ligaerhalt sicherten. Seine Statistik in der laufenden Runde liest sich dagegen wenig schmeichelhaft für einen Stürmer. Sein einziges Pflichtspieltor erzielte Agritis beim 4:0-Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten SV Sandhausen am 4. August 2007.

Agritis weiß, dass null Tore in der Liga nicht das beste Argument sind. "Aber ich habe ja auch nicht oft gespielt". Eine Chance über drei, vier Partien hätte er gerne mal gehabt, so der Grieche. Die dürfte er unter Umständen jetzt bekommen. Denn Bancé ist sowohl am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Köln als auch im darauf folgenden Auswärtsspiel bei der TuS Koblenz noch gesperrt. Suat Türker kehrt zwar zurück, aber Jörn Andersen lässt in der Regel mit zwei Stürmern spielen.

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