OFC

Aufbruchstimmung in Offenbach

Der designierte Kickers-Präsident Joachim Wagner stärkt die Sportliche Führung

Der Wonnemonat Mai steht für Aufbruchstimmung. Das gilt in diesen Tagen besonders für Kickers Offenbach. Mit einem Neustart auf fast allen Ebenen will der Fußball-Regionalligist die lange Zeit der Stagnation beenden. Seit elf Jahren ging es für den OFC schleichend bergab. 2008 spielten die Kickers letztmals in der zweiten Liga, unter anderem gegen Borussia Mönchengladbach, den 1. FC Köln, Mainz 05, den SC Freiburg und die TSG Hoffenheim – alle jetzt in der Bundesliga, während die Kickers nach unten durchgereicht wurden.

Nach dem Zweitligaabstieg 2008 folgten fünf Jahre in der dritten Liga, erst mit Aufstiegsambitionen, dann mit Schulden, Insolvenz und dem Zwangsabstieg 2013. Seitdem ist der OFC viertklassig. Mit den Platzierungen acht, eins (in den Aufstiegsspielen gegen Magdeburg gescheitert), vier, zwölf, drei und derzeit fünf.

In der neuen Saison soll es nun endlich mal wieder bergauf gehen. Mit einem neuen Präsidium, einem neuen Geschäftsführer und einer neuen Mannschaft. Treibende Kraft der OFC-Offensive ist Joachim Wagner. Der 52 Jahre alte gebürtige Offenbacher hat sich mit einigen langjährigen OFC-Unterstützern zum Ziel gesetzt, in den nächsten drei Jahren rauszukommen aus der Viertklassigkeit. Wagner wird für das Amt des Präsidenten kandidieren, das seit dem Rücktritt von Helmut Spahn im September 2018 vakant ist. Das noch amtierende Präsidium wird den Weg für die neue Führung auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung frei machen. Wagner und sein Team haben sich zum Ziel gesetzt, alle Kräfte zu mobilisieren, um der Sportlichen Führung einen erhöhten Etat zur Verfügung zu stellen. In dieser Saison war das 1,4-Millionen-Budget zu optimistisch aufgestellt, am Ende fehlten 400 000 Euro, weil ein vom Präsidenten avisiertes Freundschaftsspiel gegen einen renommierten Gegner nicht zustande kam.

Der Finanzrahmen für die Saison 2019/20 ist inzwischen fast fertiggestellt, sodass die Personalplanungen in den nächsten Wochen vorangetrieben werden können. Verantwortlich dafür werden auch in der neuen Saison Sportdirektor Sead Mehic und Trainer Daniel Steuernagel sein, die das Vertrauen der neuen OFC-Führung genießen. „Man muss bei der Bewertung einer Saison immer berücksichtigen, was die Sportliche Leitung für Mittel zur Verfügung hat. In der Etatrangliste waren die Kickers nicht vorne dabei. Dafür haben Sead Mehic und Daniel Steuernagel gute Arbeit geleistet. Sie sind Fachleute“, so Wagner.

Es wird massive Veränderungen im Kader geben. Bisher stehen 13 Spieler für die kommende Saison unter Vertrag. Seit Wochen führen Mehic und Steuernagel Gespräche mit potenziellen Zugängen. „Bisher“, so Mehic, „mussten wir aber immer noch mit unterschiedlichen Etatansätzen planen. Wenn bald alles mit der neuen Führung abgeschlossen ist, können wir unsere Kaderplanung konkret angehen.“ Mit dem Ziel, um die Meisterschaft mitzuspielen.

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