In den vergangenen Jahren hatte der OFC jeweils rund 3500 Saisontickets verkauft.
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In den vergangenen Jahren hatte der OFC jeweils rund 3500 Saisontickets verkauft.

Kickers Offenbach

OFC arbeitet an Zuschauerkonzept

  • vonChristian Düncher
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Kickers Offenbach steht im Austausch mit den Behörden. Die Regionalliga hat Teams aus fünf Bundesländern was allgemeine Vorgaben schwierig macht.

Fast alles war wie im Vorjahr, eine entscheidende Komponente fehlte diesmal allerdings: die Zuschauer. Der offizielle Trainingsauftakt des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach inklusive der Präsentation der neuen Trikots für die Saison 2020/21 fand gestern corona-bedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Vor der vergangenen Spielzeit hatten noch mehr als 1 000 Fans von der Haupttribüne des Stadions am Bieberer Berg aus zugesehen, wie die Spieler auf dem Rasen ihre Übungseinheit absolvierten. Dieses Mal mussten sich die OFC-Anhänger mit einer Live-Übertragung im Internet begnügen. Und es ist weiterhin unklar, wann sie ihre Lieblinge das erste Mal wieder im Stadion anfeuern dürfen.

Zwar haben die Kickers an gekündigt, dass sie kurzfristig mit dem Dauerkartenverkauf beginnen wollen, dessen Start eigentlich schon vor einigen Wochen hätte erfolgen sollen. Es gibt aber noch einige Fragezeichen, sagt Andreas Mohr, kaufmännischer Geschäftsführer des OFC. So haben die Kickers in den vergangenen Wochen ein Konzept entwickelt, das es ihnen ermöglichen soll, Heimspiele mit einer begrenzten Anzahl an Zuschauern zu absolvieren. Das Okay von Seiten der Politik steht aber noch aus. Man müsse unter anderem abwarten, wie die hessische Landesregierung reagiert, erklärt Mohr, gibt sich jedoch zuversichtlich. Es hätten im Stadion unter anderem bereits Begehungen mit Vertretern des städtischen Gesundheitsamtes und der Stadiongesellschaft (SBB) stattgefunden. Diese seien „positiv bewertet“ worden, auch weil beispielsweise im VIP- beziehungsweise Business-Bereich über eine Anlage alle 20 Minuten die Raumluft komplett ausgetauscht werde.

Gespräche gab es auch bereits mit dem Fan-Beirat, berichtet Mohr. Allen Beteiligten sei klar, dass man wohl mit gewissen Einschränkungen wird leben müssen. Die Verantwortlichen der Kickers hoffen, dass zumindest alle Dauerkarten-Inhaber bei den Spielen ins Stadion kommen dürfen. In den vergangenen Jahren hatte der OFC jeweils rund 3500 Saisontickets verkauft. Das Stadion bietet für 20.500 Zuschauer Platz. Denkbar wäre zum Beispiel, dass auf den bestuhlten Tribünen nur jeder zweite oder dritte Platz verkauft werden darf. „Was wir planen, darüber ist das Gesundheitsamt ebenso informiert wie der Oberbürgermeister“, stellt Mohr klar.

Spielplan blockweise

Bis Dienstag sollten die Kickers ihre Unterlagen bei der Regionalliga Südwest GbR einreichen. Deren Geschäftsführer Sascha Döther sagt dazu: „Wir haben die Klubs ermuntert, mit den verschiedenen Behörden in Kontakt zu treten, um die Möglichkeiten auszuloten, wie ab September wieder gespielt werden kann.“ Von einem „Hygienekonzept“ wie in den ersten drei Ligen könne jedoch keine Rede sein: „Das Thema ist weiterhin dynamisch. Was jetzt gilt, kann im September schon wieder anders sein.“ Man werde versuchen, den Vereinen zu helfen – zum Beispiel mit Checklisten. Allgemeinverbindliche Vorgaben zu machen, sei aber aufgrund der Tatsache, dass der Liga Teams aus fünf Bundesländern angehören, schwierig, betont Döther.

Weitere Details sollen Ende des Monats bei einer Telefon- beziehungsweise Videokonferenz mit den Klubvertretern besprochen werden. Unter Umständen geht es dann auch schon um den Spielplan. In der Vergangenheit hatte man stets die Planung der drei Profiligen abgewartet. Da diese jedoch diesmal spät dran sind, könne es sein, dass man den Spielplan der Regionalliga Südwest blockweise festlegt, sagt Döther.

Während die Festlegung der Punktspiele also noch auf sich warten lässt, wurden die ersten Testspiele bereits vereinbart. Als Gegner erlaubt sind bislang aber nur andere Regionallisten. Der OFC plant unseren Informationen zufolge unter anderem ein Spiel gegen Greuther Fürth II.

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