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Keine neue Spezies in der Football-Galaxie

  • VonKatja Sturm
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Die European League of Football (ELF) startet am 19. Juni ihre erste Mission - Hamburg und Frankfurt treffen aufeinander

Thomas Köslings leichtes Fieber am Mittwoch resultierte nicht daraus, dass er am Sonntag (16 Uhr/ProSieben Maxx) bei den Hamburg Sea Devils zum ersten Mal als Headcoach von Frankfurt Galaxy auflaufen wird. Der Football-Fachmann, der für den amerikanischen Sport brennt und es bestens versteht, seine Spieler mitzureißen, hatte einfach nur einen Tag zuvor seine zweite Impfung gegen das Coronavirus hinter sich gebracht. Auf seine neue Position bildet sich der Polizist nichts ein. „Es ist aufregend, dass eine neue Etappe bevorsteht“, sagt er vor dem Auftakt der European League of Football (ELF). Aber es müsse jedem klar sein: „Wir sind die neue Galaxy und wollen diesem Namen wieder Leben einhauchen.“ Aber das ehemalige NFL-Europe-Team, das zwischen 1995 und 2006 viermal den World Bowl gewann, gehöre der Vergangenheit an.

Der Name, für den die Rechte von der nordamerikanischen Profiliga erworben wurden, helfe natürlich in allen Bereichen. Der bodenständige Kösling merkt das in jedem Gespräch mit Fans oder solchen, die es werden wollen. Der Trainer selbst konzentriert sich vor allem auf sein Team.

Seit Mai konnte dieses sich gemeinsam vorbereiten. Eine Häufung muskulärer Probleme deutete an, dass selbst „Fitness-Junkies“, wie Footballer es seien, durch die Pandemie an dem gehindert wurden, was sonst in der dunklen Jahreszeit im Fokus steht: das Athletiktraining.

Guter Dinge ist Kösling trotzdem vor dem ersten Duell der neuen Galaxy im Stadion Hoheluft in der Hansestadt, das eine noch nicht fest stehende Zahl an Zuschauern vor Ort verfolgen wird. Frankfurt und Hamburg sollten zu den Topteams der ELF zählen. Die Frage werde sein, wie man die Nervosität nach eineinhalb Jahre währender Spielpause wegsteckt. „Wir bewegen uns vom Niveau her dort, wo wir auch mit Universe waren“, sagt der vormalige Regisseur der in der German Football League (GFL) beheimateten Hessen. Nicht alle ELF-Mannschaften sieht er dort. Aber der Unterschied zur nationalen Liga sei ein weniger starkes Gefälle, was mehr Spannung verspricht.

Vier Topteams in der GLF

Die GFL habe über Jahre hinweg in Braunschweig, Schwäbisch Hall, Dresden und Frankfurt vier Topteams gehabt, während es in anderen europäischen Ländern jeweils nur eins gab. Diese Dominatoren gegeneinander spielen zu lassen, mache den Reiz des neuen internationalen Konstrukts aus.

Auf der anderen Seite fördere man den eigenen Nachwuchs auf dem alten Kontinent. „Wir hatten in der GFL immer viele Amerikaner, die einen europäischen Pass haben.“ In der ELF dürfe man nur vier Boys aus Übersee spielen lassen und weitere zehn ausländische Akteure, die ihre erste Lizenz in Europa erwarben. Dadurch reduziere sich im Vergleich die Zahl der auswärtigen Spieler im Kader von bis zu 25 auf 14. Umso begehrter sind deutsche Talente. In Frankfurt half der „Galaxy-Hype“ dabei, sie zu bekommen. „Wir haben jetzt 65 Spieler im Kader“, und der sei ausgeglichen. Der Unterschied zwischen Stammkräften und Backups falle nicht mehr so groß aus wie einst bei Universe.

ELF zu Profiliga entwickeln

Ziel der ELF müsse es sein, sich zu einer Profiliga zu entwickeln und die klare Nummer eins im europäischen Football zu sein. Dann würden der Aufschrei, den sie jetzt auslöste, und der Vorwurf, sie mache den Football in Deutschland kaputt, bei den Vereinen der Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit weichen, ist Kösling überzeugt. Alle könnten dann davon profitieren und an einem starken Standort wie Frankfurt auch mehrere höherklassige Teams nebeneinander existieren.

„Die kleineren Vereine mussten schon immer ihre besten Spieler an die Topteams abgeben“, entgegnet er der Kritik des Ausverkaufs. Jetzt müssten sich die Spitzenteams der GFL daran gewöhnen, „auch mal in so einer Situation zu sein“.

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