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WhatsApp-Nachricht

Jens Lehmann: Sein Jugendverein erteilt ihm Hausverbot wegen Rassismus

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Jens Lehmann entschuldigt sich für seine rassistische Nachricht an Dennis Aogo. Der Schaden aber ist da, jetzt reagiert sein Jugendverein.

Update, Donnerstag, 06.05.2021, 08.30 Uhr: Jens Lehmanns Jugendverein hat dem Ex-Nationalspieler nach dessen rassistischer Nachricht an den ehemaligen Fußball-Profi Dennis Aogo Hausverbot erteilt. „Und nur für den Fall, dass Jens Lehmann das hier wider Erwarten lesen sollte: Auch wenn Du Dich in den letzten 40 Jahren keine dreimal hast sehen lassen und Dir das wahrscheinlich völlig egal ist: Du hast Hausverbot!“, schrieb Peter Küpperfahrenberg, Vorsitzender des Heisinger SV, auf der Facebookseite des Essener Bezirksligisten.

Lehmann spielte in der Jugend von 1975 bis 1978 für den Club. Küpperfahrenberg mahnte in seinem Beitrag zugleich an, dass „der von uns allen so geliebte Fußball nach meiner Erfahrung anfällig für einige Grundübel der Zivilisation“ sei: „Dazu gehören insbesondere Rassismus und Homophobie. Wir müssen aufpassen, wir müssen wachsam sein, wir dürfen das niemals tolerieren, wir müssen einschreiten, wir müssen Courage zeigen. Das ist in der Vergangenheit viel zu wenig geschehen.“

Jens Lehmann: Hertha BSC beendet nach Rassismus-Eklat Zusammenarbeit

Frankfurt am Main - Jens Lehmann hat sich für eine Nachricht mit rassistischem Inhalt entschuldigt. Die Worte mit entsprechendem Inhalt hatte der ehemalige deutsche Nationaltorhüter dem einstigen Fußball-Profi und Kollegen in der Nationalmannschaft Dennis Aogo geschickt.

„In einer privaten Nachricht von meinem Handy an Dennis Aogo ist ein Eindruck entstanden, für den ich mich im Gespräch mit Dennis entschuldigt habe“, schrieb Jens Lehmann am Mittwochmorgen im Kurznachrichtendienst Twitter. Der 51 Jahre alte und 61-fache Nationalspieler schrieb über Aogo: „Als ehemaliger Nationalspieler ist er sehr fachkundig und hat eine tolle Präsenz und bringt bei Sky Quote.“

Dennis Aogo veröffentlicht rassistische Nachricht von Jens Lehmann

Dem zuvor gegangen war ein Post, den Dennis Aogo in seiner Instagram Story veröffentlicht hatte. Der 34 Jahre alte Ex-Fußballer, der insgesamt zwölfmal für das DFB-Team aufgelaufen war, hatte dort einen Screenshot veröffentlicht, auf dem der WhatsApp-Nachrichtenverlauf zwischen ihm und Jens Lehmann abgebildet war. Die Nachrichten waren alle schwarz eingefärbt - bis auf eine einzige. Diese hatte Dennis Aogo rot umrandet. Dort war zu lesen: „Ist Dennis eigentlich euer Quotenschwarzer?“ Ergänzt war der Satz noch mit einem Lach-Smiley, das vor dem Fragezeichen positioniert war.

Jens Lehmann entschuldigt sich für seine rassistische Nachricht an Dennis Aogo.

Dennis Aogo arbeitet zurzeit als Bundesliga-Experte beim Pay-TV-Sender Sky. Der ehemalige Profi mit Stationen bei den Bundesligisten SC Freiburg, Hamburger SV, Schalke 04 und VfB Stuttgart hatte die Nachricht von Jens Lehmann auf Instagram wie folgt kommentiert: „WOW dein Ernst? @jenslehmannofficial Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht!!!“

Jens Lehmann verliert Posten bei Hertha BSC

Jens Lehmann arbeitet selbst als Experte für Sky - und war bis vor kurzem als Aufsichtsrat bei Bundesligist Hertha BSC tätig. Der Hauptstadtklub reagierten nun auf den Eklat und verkündete, dass der Ex-Nationalspieler nicht länger Teil des Gremiums sei. Der Großinvestor Tennor um seinen Besitzer Lars Windhorst habe sich am Mittwochvormittag vom 51-jährigen Lehmann getrennt. Lehmann werde damit auch aus dem Kontrollgremium der Hertha ausscheiden. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber der Zeitung Welt. (Daniel Dillmann mit dpa)

Rubriklistenbild: © Martin Meissner

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