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Warmlaufen für die DEL2: Löwen on Ice.

Löwen Frankfurt

Jammern gilt nicht

  • vonMarkus Katzenbach
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Die Löwen Frankfurt bereiten sich gewissenhaft auf Saisonstart in zweiter Eishockeyliga vor.

Es ist schon eine bittere Pointe. Da kommt eines der besten Eishockeyteams Deutschlands, wenn nicht gar Europas, zu Besuch an den Frankfurter Ratsweg – und dann sind keine Fans erlaubt. „Es ist sehr schade für unsere Fans, dass sie nicht dabei sein können“, sagt Franz-David-Fritzmeier, Sportdirektor der Frankfurter Löwen, über das Testspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) gegen Red Bull München.

Der aktuelle Löwen-Jahrgang immerhin wird in den Genuss eines ungleichen Kräftemessens kommen, wenn auch unter ungewöhnlichen Umständen: Dass die Spiele in allen deutschen Profiligen vor leeren Rängen ausgetragen werden, gilt auch für die ersten Wochen der neuen DEL-2-Saison. Und auch schon für den letzten Härtetest gegen München, vor zwei Jahren im Champions-League-Finale und in der vergangenen Saison als Erster der DEL-Hauptrunde auf dem besten Weg zum Titel – wie die Löwen eine Etage drunter, ehe die Absage der Playoffs allen Ambitionen ein vorzeitiges Ende setzte.

Nun beginnt in Frankfurt der nächste Anlauf, in einer nicht nur wegen Corona besonderen Saison, an deren Ende der Meister der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys endlich wieder in die erste aufsteigen darf. Der Spitzentest gegen München bietet da schon einmal einen interessanten Vorgeschmack. „Wir hatten in den letzten zwei Jahren immer hochkarätige Gegner in der Vorbereitung“, erinnert Fritzmeier. „Für uns und unsere Spieler ist das ein interessanter Vergleich. Da kann jeder sehen: Wie weit ist der Weg zum Spitzenlevel, für uns als Team und individuell?“

Mit zwei Größen der eigenen Klasse hat man sich übungshalber schon getroffen: Beim EHC Freiburg, in der vergangenen Saison überraschend stark dabei, siegten die Löwen vorige Woche 2:1, bei alten Hessenrivalen Kassel Huskies verloren sie am Sonntag mit 3:4. „Man hat gemerkt, dass die Mannschaft im Sommer gut gearbeitet hat und fit ist“, hält der Frankfurter Sportdirektor fest.

„Situation annehmen“

Bis zum Saisonstart am 6. November, wieder gegen den Aufstiegs- und Meisterschaftskonkurrenten Kassel, dann aber daheim am Ratsweg, wird noch an taktischen und anderen Feinheiten geschliffen, nach den bestmöglichen Reihen gesucht. Der Kader dafür war früh weitgehend beieinander, eine prominente Nachverpflichtung aus der DEL hat Fritzmeier nicht geplant – während in Kassel etwa zuletzt die Nationalspieler und Namensvetter Moritz und Marcel Müller anheuerten, so lange die erste Liga nicht loslegt.

„Das macht keinen Sinn, wenn der Verein wirtschaftlich ums Überleben kämpft, Spieler und Mitarbeiter auf Gehalt verzichten und Staatshilfen in Anspruch genommen werden, dann den Kader aufzublähen“, erklärt der Löwen-Manager. „Und wir wollen ja auch eine Mannschaft entwickeln, und nicht jemanden reinsetzen, der einem für ein paar Wochen den Platz wegnimmt und dann wieder weg ist.“ Ganz ausschließen will Fritzmeier einen derartigen Transfer nicht. „Das käme nur in Frage, wenn ein Spieler langfristig verletzt ist und damit ein Posten wegfällt“, sagt er. „Zusätzliches Geld werden wir dafür nicht in die Hand nehmen.“

Jammern gilt nicht im Löwen-Lager. Nicht über den zweimal verschobenen Saison-Spätstart, nicht über die von sechs auf dreieinhalb Wochen begrenzte Vorbereitung mit der gesamten Mannschaft. „In der Situation, in der wir uns befinden, sind wir froh, unserer Arbeit nachgehen zu können“, so Fritzmeier: „Es ist eine außergewöhnliche Situation für die ganze Welt. Die müssen wir so nehmen, wie sie ist.“

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