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Freude im Regen: Carlo Boukhalfa bejubelt die Tabellenführung.
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Freude im Regen: Carlo Boukhalfa bejubelt die Tabellenführung.

Plötzlich Erster in der zweiten Liga

Jahn Regensburg: Der Überraschungs-Tabellenführer

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Bei Jahn Regensburg stimmt es sportlich und wirtschaftlich - Samstag kommt Schalke 04 in die Oberpfalz

Natürlich ist es noch zu früh, Jahn Regensburg in den Reigen der potenziellen Aufstiegskandidaten in die Erste Fußball-Bundesliga aufzunehmen. Aber die Oberpfälzer haben einen Saisonstart wie gemalt hingelegt und schauen gerade auf allen anderen herab. Und das mit der Maximalausbeute von neun Punkten sowie 8:0 Toren nach dem 3:0-Sieg bei Holstein Kiel. So kommt es, dass der mittelmäßig in die Saison gestartete Bundesligaabsteiger Schalke 04 am Samstag beim unangefochtenen Tabellenführer antreten muss. Da schauen dann schon ein paar mehr Leute nach Regensburg, als das sonst der Fall ist.

Der 14. der vergangenen Zweitligasaison - die endgültige Rettung erfolgte erst am letzten Spieltag - ist zurecht nicht nur stolz auf den aktuellen sportlichen Höhenflug, sondern auch darauf, mit welchem vorbildlichen Verhältnis aus Aufwand und Ertrag das gelungen ist. Geschäftsführer Christian Keller darf getrost von sich behaupten, dass er seinen Laden im Griff hat. Selbst aus der Corona-Saison 2020/21, als alle Klubs über schlimmer Umsatzeinbrüche stöhnten, ist Jahn Regensburg mit einem Plus gekommen. Im Spieljahr davor gab es bei 24,5 Millionen Euro Umsatz einen Gewinn von 5,4 Millionen Euro. Das ist eine unfassbare Umsatzrendite von 22,5 Prozent, Eine Größenordnung, an die kein anderer deutscher Lizenzverein auch nur annähernd heranreicht. Hut ab!

Cheftrainer in Regensburg ist Mersad Selimbegovic. Der Bosnier war schon vor 15 Jahren Verteidiger beim Jahn, war vier Jahre lang Assistenztrainer der zweiten Mannschaft, coachte die Regensburger A-Jugend und wurde nach dem Zweitligaaufstieg 2017 Co-Trainer unter Achim Beierlorzer. Seit 2019 ist er Chefcoach. Mehr Jahn Regensburg geht wohl kaum. Gerade in diesen Zeiten, da Vereinstreue kleingeschrieben wird, ist das eine bemerkenswerte Karriere.

Angeführt wird der Zweitliga-Spitzenreiter von Kapitän Benedikt Gimber, 24 Jahre alter Verteidiger, der bis zur U20 sämtliche deutsche U-Nationalmannschaften durchlief und gegen Kiel zwei Tore erzielte. Ein Spieler, der ein Spieler, „der auf dem Platz redet, Verantwortung übernimmt und immer Vollgas gibt“, sagt sein Trainer.

Als Top-Verpflichtung entpuppte sich zudem bisher der neuseeländische Nationalspieler Sarpreet Singh, den Jahn Regensburg kostengünstig vom FC Bayern ausgeliehen hat. Der 22-jährige Offensivmann, zwei Bundesligaeinsätze unter Niko Kovac bei den Bayern, hat schon drei Jahn-Treffer aufgelegt und ein Tor selbst gemacht. jcm

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