Mick Schumacher hat beim Großen Preis von Ungarn der Formel 2 den dritten Platz belegt.
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Mick Schumacher hat beim Großen Preis von Ungarn der Formel 2 den dritten Platz belegt.

Formel 2

Immer eine Reise wert

Mick Schumacher feiert auf seiner Lieblingsstrecke in Ungarn das Doppelpodium in der Formel 2.

Mick Schumacher kletterte beherzt aus seinem Cockpit und stürzte sich in die Arme der wenigen zugelassenen Gratulanten. Nach seinem zweiten dritten Platz auf dem Hungaroring binnen 18 Stunden wirkte der Formel-2-Pilot wie von einer Last befreit. Die Leistungen stimmten vorher schon, auf seiner neuen Lieblingsstrecke eroberte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher nun endlich seine ersten beiden Pokale der Saison.

„Es war schwierig, auf nasser Strecke zu starten. Wir haben die Reifen am Leben gehalten. Das Auto war fantastisch, das sind wieder richtig gute Punkte“, sagte Schumacher nach dem Sprintrennen am Sonntag. Dass der Knoten ausgerechnet in Ungarn platzte, dürfte kaum ein Zufall sein. Auch seinen ersten Formel-2-Sieg – bis zum Wochenende sein einziger Podestplatz im Unterbau der Königsklasse – hatte der Prema-Pilot 2019 vor den Toren Budapests gefeiert.

Am Sonntag brillierte der von Rang sechs gestartete Deutsche mit mehreren chirurgisch präzisen Überholmanövern, allerdings war der 21-Jährige wieder einmal im Pech: Beim Boxenstopp hatte seine Crew einige Probleme mit dem Anbringen des rechten Vorderreifens, deswegen musste sich Schumacher auf der Strecke ein zweites Mal am Schweizer Louis Deletraz vorbeikämpfen.

Der Sieg nach 28 Runden ging an den Italiener Luca Ghiotto (Hitech), der als einer von nur zwei Piloten auf einen Reifenwechsel verzichtete und sich mit stark abbauenden Pneus vor dem Briten Callum Ilott (Uni-Virtuosi) und Schumacher ins Ziel rettete.

Am Samstag hatte Schumacher ebenfalls mit Rang drei einen Befreiungsschlag geschafft. Schneller waren sein Prema-Teamkollege Robert Schwarzman (Russland), wie Schumacher Mitglied der Ferrari-Akademie, und dessen Landsmann Nikita Masepin von Hitech-Team.

„Der Sieg wäre für uns heute möglich gewesen“, wertete Schumacher nach dem Hauptrennen gar: „Aber ich freue mich trotzdem über das Resultat. In Spielberg (Ort der ersten vier Saisonrennen; d. Red) hatte ich immer die Pace, nur habe ich es nicht ins Ziel gebracht.“

Tatsächlich hatte Schumacher zuvor wiederholt auf Podestkurs gelegen, die Top Drei aber unter teilweise kuriosen Umständen verpasst. Am vergangenen Wochenende auf dem Red-Bull-Ring etwa ging in seinem Cockpit der Feuerlöscher hoch.

In der Gesamtwertung nach sechs Rennen führt Schwarzman mit 81 Punkten, Schumacher (39) verbesserte sich auf Rang vier. Weiter geht es am 1./2. August im britischen Silverstone.

Im Unterbau Formel 3 feierte der Hagener David Beckmann am Sonntag derweil seinen ersten Sieg. 2018 hatte Beckmann in der Vorgängerserie GP3 dreimal triumphiert. Durch seinen Erfolg stockte er sein Konto auf 47,5 Punkte auf und übernahm Rang vier der Fahrerwertung. In Führung liegt weiter der am Sonntag zweitplatzierte Australier Oscar Piastri (Prema) mit 76 Zählern. (sid)

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