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Heimspiel um Box-Krone

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Von: Timur Tinç

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Will auch am Samstag dominieren: Leon Bunn (links), hier im vergaengenen Jahr gegen den Georgier Iaqo Kiziria.
Will auch am Samstag dominieren: Leon Bunn (links), hier im vergaengenen Jahr gegen den Georgier Iaqo Kiziria. © Torsten Helmke/Imago

Halbschwergewichtler Leon Bunn kämpft in Frankfurt um IBO-Titel - und will sich mit einem Sieg für Größeres empfehlen,

Leon Bunn hat lange auf die Chance warten müssen, seinen Kindheitstraum wahr werden zu lassen: Box-Weltmeister werden. Am Samstag (22.45 Uhr/live auf Sport 1) ist sie für den gebürtigen Frankfurter zum Greifen nahe. Beim Heimspiel in der Fabriksporthalle wird der 30-Jährige gegen den Iren Padraig McCrory um den vakanten Titel nach Version der IBO im Halbschwergewicht (79,378 Kilogramm) kämpfen. „Ich habe mit Conny in den letzten Wochen alles gegeben und ich bin überzeugt davon, dass wir deswegen am Samstag den Sieg holen werden. Ich tue alles dafür, um das zu schaffen“, sagt Bunn.

Drei Monate hat Bunn bei Conny Mittermeier in der Nähe von Stuttgart trainiert. Verschiedene Sparringspartner gehabt, um sich bestmöglich auf die WM-Chance vorzubereiten. Dabei hätte er schon vor rund einem Monat um den Titel kämpfen sollen, doch der ursprüngliche Gegner aus Frankreich, Daniel Blenda dos Santos, musste kurzfristig absagen. „Leon ist sehr fleißig und zieht auch das ganz harte Training durch“, sagt sein Coach. Beide Boxer sind ungeschlagen. Bunn hat in 18 Profikämpfen neun vorzeitig durch K.o. gewonnen. Sein Kontrahent McCrory weist acht Knockouts in 14 Kämpfen vor.

Türöffner für Top-Kämpfe

„Es ist ein echter 50/50-Fight“, findet Promoter Kalle Sauerland von Wassermann-Boxing. „Im internationalen Geschäft sagt man immer, dass man Mexikaner und Iren nicht als Gegner will. Aber wenn es um die WM geht, egal bei welchem Verband, dann kann man sich den Gegner nicht aussuchen.“

Leon Bunn ist dafür schon seit langem bereit. Der Aufstieg des Frankfurters wurde jedoch je durch die Coronavirus-Pandemie ausgebremst. In den vergangenen Jahren konnte er nur drei Kämpfe absolvieren. Ein Sieg gegen den Iren McCrory wäre ein Türöffner für weitere große Kämpfe. Der WM-Titel nach Version der IBO (International BOxing Organisation) ist nur der fünftgrößte Titel. Drei Gürtel (WBO, IBF und WBC) hält der Kanadier Artur Beterbiev, einen Gürtel (WBA) der Russe Dmitrii Bivol. Bunns beste Plazierung in den Ranglisten ist Platz acht in der WBO. Als IBO-Champion könnte er sich nach oben arbeiten und vielleicht irgendwann die Chance für einen ganz großen Kampf bekommen.

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