Hannover 96

Heldt gibt 96-Boss Kind Kontra

Hannover will nicht aufgeben.

Der Klubchef sagt hü, der Sportchef hott – und Trainer Thomas Doll steht irgendwo dazwischen. Das offensichtliche Chaos bei Knatsch-Klub Hannover 96 hat vor dem so wichtigen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) auch die Führungsetage erreicht. Ein Symbol für die Zerrissenheit ist die Personalie Walace.

Mit Spielern wie dem brasilianischen Nationalspieler, so 96-Präsident Martin Kind, bei seiner Generalabrechnung Mitte der Woche, „brauchen wir auch nicht zu planen“. Walace sei „offensichtlich nicht bereit, alles zu investieren“. Überhaupt sei die Mannschaft des Tabellenvorletzten „kaputt, schlecht zusammengestellt und gescheitert“. Rumms.

Doch die Replik auf den Frontalangriff auf die sportliche Führung ließ nicht lange auf sich warten. Manager Horst Heldt sagte an die Adresse Kinds: „Es ist nicht richtig, zehn Spieltage vor Saisonende praktisch schon aufzugeben.“ Auch Coach Doll unterstrich: „Die Situation wird von mir und den Spielern ganz anders gesehen. Die Mannschaft lebt.“ Doch Doll ist es aus, der öffentlich nach der 1:5-Pleite gegen Stuttgart kein gutes Haar an seiner Mannschaft ließ und ihr die Bundesligatauglichkeit absprach.

Und Walace? Den bezeichnete Heldt als „einen Spieler mit außerordentlicher Qualität“, er sei „auch nur ein Mensch und keine Maschine“. Doll, der zuletzt in seinen Analysen der miesen Spiele eher durch Wankelmut als klare Linie aufgefallen, schlug sich auf die Seite von Heldt – und gab Olympiasieger Walace für Sonntag eine Einsatzgarantie. Er habe „großartig trainiert. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, da er der Mannschaft helfen kann.“ (sid)

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