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Handball-Nationalspieler Häfner: „Jeder weiß, was er zu tun hat“

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Von: Björn Mahr

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Handball: WM-Qualifikation, Deutschland - Färöer, Europa, K.o.-Runde, 3. Qualifikationsrunde, Hinspiele, Wunderino Arena. Deutschlands Kai Häfner jubelt nach einem Tor.
Handball: WM-Qualifikation, Deutschland - Färöer, Europa, K.o.-Runde, 3. Qualifikationsrunde, Hinspiele, Wunderino Arena. Deutschlands Kai Häfner jubelt nach einem Tor. © dpa/(Archivbild)

Kurz vor dem Start der Handball-WM präsentiert sich der deutsche Nationalspieler Kai Häfner selbstbewusst.

Der Start der Handball-Weltmeisterschaft in Polen und Schweden rückt näher. Bevor die deutsche Nationalmannschaft, die derzeit in Hannover gemeinsam an ihrer Turnierform feilt, am 12. Januar Richtung Kattowitz aufbricht, um tags drauf gegen Katar in die WM einzusteigen, stehen noch zwei Testspiele auf dem Programm. Am Samstag (16.15 Uhr/ZDF) in Bremen gegen Island sowie gegen denselben Gegner am Sonntag (15.30 Uhr) in Hannover.

Herr Häfner, wissen Sie noch, wo Sie und Teamkollegen das letzte Testspiel vor der erfolgreichen EM 2016 in Polen absolviert haben?

In Hannover – und der Gegner hieß auch Island.

Es gab eine Niederlage. Wie sieht dieses Mal die Taktik für den letzten Härtetest gegen die Isländer vor der Abreise zur WM in Polen aus?

Wir wollen uns ein gutes Gefühl holen. Die Isländer sind der richtige Gegner. Für mich zählt das Team mit seiner aggressiven Abwehr zu den WM-Mitfavoriten. Gegen diese Mannschaft werden sich viele Nationen schwertun. Dass es also ein gutes oder schlechtes Omen ist, soweit würde ich aber nicht gehen.

Woran muss das deutsche Team jetzt vor allem arbeiten?

Jeder weiß, was er zu tun hat. Jeder Spieler bringt seine Ideen mit ein, und da gilt es, alles auf einen Nenner zu bringen.

Sie gehören zu den erfahrenen Spielern im Kader. Welche Impulse können Sie der deutschen Auswahl geben?

Ich habe auch einige Ideen. Das Wechselspiel mit Christoph Steinert ist sicherlich eine Sache. Wenn wir im Angriff sind, spiele ich auf Halb im Rückraum und er auf Außen. Und in der Abwehr tauschen wir dann auf rechts die Positionen.

Zur Person

Kai Häfner , 33 Jahre alt, spielt seit 2019 im rechten Rückraum des Bundesligisten MT Melsungen und kam von der TSV Hannover-Burgdorf. Zuvor stand der Mann aus Schwäbisch Gmünd in Diensten des TV Bittenfeld, von FA Göppingen und des HBW Balingen-Weilstetten. Der deutsche Nationalspieler zählt zu den EM-Helden von 2016. Bislang bestritt er 120 Länderspiele und erzielte 275 Tore. Häfner ist verheiratet und hat mit seiner Frau Saskia einen Sohn. (FR)

Wo liegen die Stärken der deutschen Mannschaft?

Jedes Mitglied dieses Teams hat seine Qualität und wird unserem Spiel den Stempel aufdrücken. Hervorzuheben sind unter anderem unsere starken Kreisläufer, unsere gefährlichen Außen und unsere Klasse in 1:1-Situationen.

Wie wichtig sind die anstehenden zwei Testspiel-Aufgaben gegen Island?

Sehr wichtig. Wenn du nur zwei Testspiele hast, dann musst du sie auch nutzen. Wir müssen uns in diesen Partien schnell als Mannschaft finden.

Wie viel Vorfreude spüren Sie während der Vorbereitung auf das Turnier?

Die ist groß. Und wenn es nach mir geht, könnten wir schon mit den Wettkämpfen loslegen. Das liegt auch ein bisschen am letzten Turnier vor einem Jahr in der Slowakei. Durch die Corona-Fälle gab es ein abruptes Ende. Ich konnte mich von einigen Spielern nicht einmal verabschieden. Und einige Nachnominierte wie Rune Dahmke habe ich wegen der Isolation nicht ein einziges Mal gesehen.

Bis auf den in Polen tätigen Torwart Andreas Wolff waren Sie und Ihre Kollegen noch kurz vor dem Jahreswechsel im Einsatz. Konnten Sie regenerieren?

Ich hatte die Gelegenheit, im Kreise der Familie etwas durchzuschnaufen. Ich habe aber auch darauf geachtet, mich regelmäßig zu bewegen. Der Organismus sollte unbedingt in Schwung bleiben. Deshalb bin ich auch mal Laufen gegangen. In der Halle war ich aber nicht.

Interview: Björn Mahr

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