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Der erste Titel für die beiden Neuen: Trainer Nagelsmann (rechts) und Verteidiger Upamecano.
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Der erste Titel für die beiden Neuen: Trainer Nagelsmann (rechts) und Verteidiger Upamecano.

Die Lehren des Supercups

Große Bayern, kleiner Kader

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Trotz missglückter Vorbereitung und mediokem Bundesliga-Saisonstart ist der FC Bayern München noch immer gut genug, um sich Borussia Dortmund kaltschnäuzig vom Leib zu halten. Ein Kommentar

Es ist eine Art pawlowscher Reflex bei Fußballprofis: Wenn ein noch so unbedeutender Pokal überreicht und hinter ihnen güldenes Lametta gesprüht wird, beginnen sie freudig erregt zu hüpfen und zu gröhlen. Die Bayernspieler absolvierten ihre Siegerroutine nach dem 3:1-Supercup-Sieg in einem niveauvollen Spiel bei Borussia Dortmund entsprechend.

Sie hatten an diesem Abend in des Gegners Wohnzimmer ein recht beeindruckendes Statement gesetzt: So lange nicht mehr als aktuell die beiden Defensivleute Pavard und Hernandez verletzt ausfallen, ist der FC Bayern trotz missglückter Vorbereitung und mediokem Bundesliga-Saisonstart (glückliches 1:1 in Gladbach) noch immer gut genug, um sich Borussia Dortmund kaltschnäuzig vom Leib zu halten.

Manuel Neuer zeigte im eins-gegen-eins gegen Erling Haaland und Marco Reus zweimal in entscheidenden Situationen seine Weltklasse, der zuvor vielkritisierte Verteidiger Niklas Süle ließ den vermeintlichen Übermenschen Haaland mehrfach an sich abprallen wie einen Jugendspieler, Joshua Kimmich und Leon Goretzka sind auch ohne aktuelle Topform zwei Instanzen im Mittelfeld, Thomas Müllers Torinstinkt ist nach wie vor voll funktionsfähig, Robert Lewandowski, 32, scheint mit fortschreitendem Alter Jahr für Jahr handlungsschneller zu werden. Und für den kaum mehr als ein Jahr älteren Trainer Julian Nagelsmann ist so ein Supercup-Erfolg mit dem neuen Verein, für den nur Siege zählen, ein Druck-Löser. Die Art und Weise seines Jubels nach den Toren offenbarte das deutlich.

Verletzten sollte sich freilich kein einziger der besten Bayernspieler. Es bleibt dabei: Der Kader ist für die bevorstehenden drei Wettbewerbe - noch dazu mit vielen Profis, die ihren Nationen in der WM-Qualifikation zu dienen haben - auf Kante genäht. Vergangenen Sommer fiel Sportchef Hasan Salihamidzic außer mehrheitlich sinnlosen und nicht ganz billigen Panikkäufen kurz vor Toreschluss nicht viel ein. Das sollte sich so keinesfalls wiederholen. Es besteht Handlungsbedarf. Da trifft es sich, dass die Preise in den letzten zwei Wochen des geöffneten Transferfensters sinken.

Und noch etwas fiel auf: Der bald nach der Pause eingewechselte Leroy Sané erweckte nicht den unbedingten Eindruck, als sei er mit allem Willen ausgestattet, eine überzeugende, engagierte Saison zu spielen. Das aber erwarten sie in München vom Toptransfer der vergangenen Saison nun unbedingt und zu Recht.

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