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Glückliche Löwen

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Von: Markus Katzenbach

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Frankfurter DEL-Cracks landen nach drei Pleiten in Schwenningen wichtigen Sieg

Brendan Ranford rappelte sich mühsam auf, Kapitän Reid McNeill kam heran und tätschelte ihm anerkennend den Helm. Ganz am Ende einer schwer umkämpften Begegnung bei den Schwenninger Wild Wings hatte sich der Frankfurter Stürmer einfach auf die Scheibe geworfen, um die letzten Sekunden vorüber ticken zu lassen, bis zum glücklichen Löwen-Ende – und Ranfords Einsatz war bezeichnend für den Willen.

„Das war ein sehr wichtiger Sieg“, urteilte Carter Rowney, Ranfords Nebenmann im ersten Sturm. „Einen Auswärtssieg in dieser Arena, gegen diese starke Mannschaft – da bin ich sehr stolz auf unser Team.“ Mit dem 4:3 (0:0, 3:2, 1:1) vor 4036 Zuschauern in der stimmungsvollen Schwenninger Arena mit ihrer kleinen Eisfläche war dem Aufsteiger in die erste Klasse des deutschen Eishockeys endlich eine Trendwende gelungen nach zuvor drei Niederlagen in Serie.

„Es ist ein ganz wichtiges Auswärtsspiel für uns“, hatte Ryan Olsen daher nach dem zweiten Drittel gesagt. Dass die Löwen, für die es schon am Mittwoch (19.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Augsburg weitergeht, da schon auf Erfolgskurs lagen, war auch sein Verdienst. Der Stürmer bewies treffliche Qualitäten. Durch Tylor Spink (23. Minute) waren die Löwen in Rückstand geraten, aber sie schlugen zurück, in Unterzahl: Nathan Burns klaute den Puck, wuchtetete sich an der Bande entlang, spielte ihn in die Mitte – wo ihn Carson McMillan gar nicht richtig traf, aber vielleicht gerade deshalb an Joacim Eriksson vorbeimogelte (26.). Schwenningens Goalie überwand dann auch Olsen mit einem krummen Ding, einen Schlagschuss fälschte er irgendwie ab. Um dann, als die Gastgeber durch Brendan DeFazio (37.) wieder ausgeglichen hatten, ein Meisterwerk abzuliefern: Die Scheibe erobern, hinter dem Tor auf die andere Seite kurven – und sie mit der Rückhand Rowney so zu servieren, dass dieser sie nur noch einschieben muss (38.). Im letzten Drittel gab es Powerplaytore von Reece Scarlett für Frankfurt (48.) und Ville Lajunen für Schwenningen (51.). Und Nervenkitzel, bis es geschafft war. „Unsere Mannschaft hat hart gekämpft die ganzen 60 Minuten“, betonte Carter Rowney.

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