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Kein Durchkommen. Deutschland unterliegt Kasachstan.
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Kein Durchkommen. Deutschland unterliegt Kasachstan.

Pleite für deutsche Eishockey-Cracks

Gereizt und giftig

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
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Deutsches Eishockeynationalteam unterliegt Kasachstan und beklagt sich bitter über den Schiri.

Es gibt dann auch diese Spiele, die man nicht auf einer Wolke bestreitet. In die man sich Wechsel für Wechsel hineinarbeiten muss. In denen man merkt, dass die Halle leer ist. In denen einen der Schiedsrichter nicht mag. Und die man dann verliert. Das ist der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Riga zwei Tage nach dem 3:1-Energieakt gegen Kanada widerfahren: Sie unterlag Kasachstan 2:3 (0:0, 2:1, 0:2). Für die Viertelfinal-Qualifikation muss also noch etwas getan werden, nächstes Spiel der Deutschen ist am Samstag gegen Finnland. Danach warten noch die USA und WM-Ausrichter Lettland. Und der gestrige Bezwinger ist mit seinen drei Siegen ebenfalls ein Mitbewerber.

Kasachstan war ein Gegner der Kategorie „unangenehm“. Kein Team mit großem Namen, aufgestiegen aus der B-Klasse des internationalen Eishockeys. Doch gewiss nicht ohne Qualität. Die Nationalmannschaft entspricht in weiten Teilen dem Vereinsteam von Barys Nur-Sultan, bis vor zwei Jahren als Barys Astana bekannt, fester Bestandteil der osteuropäischen Kontinental Hockey League (KHL). Es wurde großzügig eingebürgert, kasachische Nationalspieler heißen jetzt auch Curtis, Jesse und Darren. Und mit Viktor Svedberg gibt es sogar einen Schweden, der dazu da ist, die Abwehr zu organisieren. „Sie haben gemauert, uns außen gehalten. Wenn sie Schüsse von uns zugelassen haben, dann waren es keine hochqualitativen“, spendete Stürmer Markus Eisenschmid den Kasachen ein giftiges Lob.

Nach dem 0:1 kam die deutsche Mannschaft in die Gänge, Tom Kühnhackl (30.) und Markus Eisenschmid (35.) trafen , ein weiteres Tor (Matthias Plachta) wurde aberkannt, Kasachstans Trainer hatte die „Challenge“ gezogen und den Treffer auf Abseits überprüfen lassen. Er behielt Recht. Das mussten die Deutschen schlucken, ansonsten konnten sie mit den Schiedsrichtern nicht zufrieden sein.

Wesentlicher Kritikpunkt: Die Referees übersahen den Check des Kasachen Stepanenko gegen den Kopf von Lukas Reichel, der gerade 19 geworden ist. Bundestrainer Toni Söderholm war gereizt: „Im Turnier der dritte Check gegen den Kopf eines unserer Spieler. Eine nachträgliche Sperre hilft uns nicht weiter. Es ist das gleiche, was 2019 unserem 19-Jährigen passiert ist.“ Damals hatten die Slowaken Jung-Verteidiger Moritz Seider derart attackiert, dass er für einige Spiele mit Gehirnerschütterung ausfiel. Reichel droht das nun auch. „Wir reden über einen 19-jährigen Eishockeyspieler“, echauffierte sich Söderholm, der Reichel bereits im ersten Drittels aus dem Spiel nahm. „Ich werde da kein Risiko fahren.“

Grenzwertig war auch die Entscheidung, Kasachstan zu Beginn des letzten Drittels einen Penalty zuzusprechen – Starchenko setzte den Puck durch die Beine von Torwart Niederberger. Diesen Call der Referees fand Söderholm aber „okay“. Das Siegtor Kasachstans fiel in der 56. Minute durch Akolzin – Verteidiger Brandt war weggerutscht.

Den Ergebnisrückschlag müssen die Deutschen nun verarbeiten. Für den Abend nach dem Spiel fasste Söderholm mentalen und örtlichen Abstand ins Auge. „Zur Bubble gehört nun auch ein Ausflugsort. Da fahren wir hin, die Gedanken müssen weg von diesem Spiel.“

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