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Sensationeller Satz: Dawid Kunacki landet in Garmisch-Partneirchen bei 144 Metern – Schanzenrekord.
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Sensationeller Satz: Dawid Kunacki landet in Garmisch-Partneirchen bei 144 Metern – Schanzenrekord.

Vierschanzentournee

Geiger rettet die Hoffnung

  • vonPatrick Reichelt
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Dank eines guten zweiten Sprungs landet der Deutsche beim Neujahrsspringen auf Platz fünf und bringt sich in Angriffstellung für Innsbruck. Pole Dawid Kubacki ist der überragende Sieger.

Wenige Minuten danach war der Humor wieder zurück beim deutschen Springerteam. Markus Eisenbichler und Karl Geiger interviewten sich fürs Fernsehen gegenseitig. Eisenbichlers Fazit: „Den Hamperern da vorne aus Norwegen und Polen, oder wo die alle herkommen, werden wir’s schon zeigen.“

So humorig war den deutschen Springern an diesem wechselhaften Tag auf der Olympiaschanze in Partenkirchen nicht immer zumute gewesen. Zu deutlich war man im Schatten des Polen Dawid Kubacki gestanden, der sich mit einer bemerkenswerten Flugshow auf 139 und 144 Meter zurück ins Tourneegeschäft sprang.

Am Ende glückte vor allem Geiger Schadensbegrenzung. Der Oberstdorfer sprang nach einem ernüchternden 14. Platz im ersten Durchgang mit starken 138 Metern noch auf Platz fünf und ist noch voll im Geschäft um den ersehnten Tourneesieg, wenn das Turnier am Sonntag (13.30 Uhr) in Innsbruck weitergeht. Und zeigte sich über die Wendung selbst verblüfft: „Das hätte ich nicht mehr gedacht.“ Der 27-Jährige musste am Ende sogar nur den diesmal Zweitplatzierten Weltcup-Primus Halvor Egner Granerud an sich vorbeiziehen lassen. Doch vier Punkte Rückstand – ein bisschen mehr als zwei Meter – sind allemal überschaubar angesichts noch vier ausstehender Turniersprünge.

Für Eisenbichler wird die Lage da schon kniffliger. Der Siegsdorfer rutschte im Finale mit 134 Metern noch von Platz drei auf sieben ab und muss angesichts von mehr als 13 Metern Rückstand schon auf ein Schwächeln der Konkurrenz hoffen. Was er aber vergleichsweise entspannt hinnahm. „Mein Sprung war eigentlich nicht so schlecht, aber es hat mich nicht so richtig getragen“, sagte er, „aber ich bin in den Top Ten, ich bin zufrieden.“

Herausforderung Bergisel

Bundestrainer Stefan Horngacher hatte im Vorfeld mit einem etwas anderen Ausgang spekuliert. „Die Schanze in Garmisch-Partenkirchen liegt uns ein bisschen besser als Oberstdorf“, hatte er angekündigt und sah sich am Ende mit seinem Team doch in einer Nebenrolle. Und doch reiste er am Abend nicht unzufrieden in sein Heimatland weiter. „Wir waren heute nicht in der Spitze vertreten, aber unsere Topleute sind vorne drin“, sagte er. Und nicht zuletzt zog beim Neujahrsspringen auch die zweite Reihe nach. Martin Hamann als Elfter und Pius Paschke als 16. bewiesen deutlich aufsteigende Tendenz. Und auch der Dauerkriselnde Richard Freitag durfte sich als 27. immerhin mal wieder über ein paar Weltcup-Pünktchen freuen.

Doch im Mittelpunkt steht die Spitze. Die Frage wie die Aktien denn stehen für den ersten deutschen Tourneesieg seit Sven Hannawald 2002. In dieser Hinsicht hat man nun einen echten Schlüsselwettbewerb vor sich. Der Bergisel in Innsbruck ist eigentlich die kleinste und damit am geringsten bepunktete der vier Tourneeschanzen. Doch in den vergangenen Jahren waren die deutschen Sieganwärter just am Berg der Tiroler zerschellt. Karl Geiger kennt das, er war im Vorjahr den Tücken des Windes zum Opfer gefallen und hatte als Achter seine Chancen auf den Gesamtsieg schon verspielt.

Die Wetterprognosen verheißen nichts Gutes. Auch am Sonntag sollen die gefürchteten Föhnwinde über Innsbruck ziehen. Geiger nimmt auch das mit der ihm eigenen Ruhe hin. „Der Markus und ich haben dort schon ins Klo gegriffen“, sagte er, „aber wir werden voll angreifen.“ Das hat an gleicher Stelle ja auch schon einmal gut funktioniert. Bei der Nordischen Weltmeisterschaft 2019 feierten Eisenbichler und Geiger in Innsbruck einen grandiosen Doppelsieg.

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