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Einen Tag nach Tod von Grant Wahl: Zweiter Journalist bei WM in Katar „plötzlich gestorben“

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Von: Marius Epp

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Tragische Vorfälle bei der WM in Katar: Am Freitagabend erlitt ein amerikanischer Journalist einen tödlichen Zusammenbruch. Wenige Stunden später starb ein weiterer Journalist.

Doha - Der Tod des US-Journalisten Grant Wahl bei der WM 2022 schlug nicht nur in den USA große Wellen. NBA-Superstar LeBron James, die US-Regierung, aber auch FIFA-Präsident Gianni Infantino drückten ihr Beileid aus.

Grant Wahl
Geboren: 2. Dezember 1974, Mission, Kansas, Vereinigte Staaten
Beruf: Sportjournalist
Medien: CBS Sports, Sports Illustrated, Fox Sports
Bücher: The Beckham Experiment, Masters of Modern Soccer

WM in Katar: Zweiter Journalist stirbt einen Tag nach Tod von Grant Wahl

Die ungewöhnlichen Umstände seines Zusammenbruchs während des Spiels Niederlande gegen Argentinien brachten seinen Bruder Eric Wahl zur Annahme, er sei umgebracht worden. Keine 24 Stunden später berichteten katarischen Medien von einem weiteren Todesfall: Auch der katarische Fotojournalist Khalid al-Misslam sei während der Arbeit gestorben, wie auch tz.de berichtet.

„Al-Misslam, ein Katarer, starb plötzlich während der Berichterstattung über die Fußball-Weltmeisterschaft Katar 2022. Wir glauben an Allahs Barmherzigkeit und Vergebung für ihn und sprechen seiner Familie unser Beileid aus“, schrieb der Nachrichtensender Gulf Times.

Beide sind bei der WM in Katar ums Leben gekommen: US-Journalist Grant Wahl (l.) und Katar-Journalist Khalid al-Misslam (r.).
Beide sind bei der WM in Katar ums Leben gekommen: US-Journalist Grant Wahl (l.) und Katar-Journalist Khalid al-Misslam (r.). © AFP/Twitter

WM: Katarischer Journalist Khalid al-Misslam stirbt während der Arbeit

Al-Misslam arbeitete für den katarischen Sender Al Kass TV, sein Arbeitgeber bestätigte seinen Tod. Informationen über seine Todesursache gab es zunächst nicht, für einen Zusammenhang der beiden Todesfälle gibt es keine Anhaltspunkte.

US-Journalist Wahl demonstrierte vor seinem Tod mit einem Regenbogen-Shirt gegen das menschenrechtsfeindliche Regime in Katar. In seinem Podcast berichtete er über eine Bronchitis. Sein Körper habe ihn im Stich gelassen. „Drei Wochen mit wenig Schlaf, viel Stress und viel Arbeit können einem das antun“, berichtete er.

Bruder von US-Journalist Grant Wahl: „Er hat Morddrohungen bekommen“

„Sie gaben mir ein Antibiotikum und einen starken Hustensaft.“ Wahls Bruder Eric meldete sich mit einem Statement auf Instagram: „Mein Name ist Eric, ich bin Grant Wahls Bruder. Ich bin schwul. Ich bin der Grund, warum er ein Regenbogen-Shirt trug. Mein Bruder war gesund. Er hat mir gesagt, dass er Morddrohungen bekommen hat. Ich glaube, er wurde getötet.“

In seinem letzten veröffentlichten Artikel kritisierte Grant Wahl das Gastgeberland dafür, dass es Berichte über den Tod von bis zu 6000 Arbeitern während der Bauarbeiten für das Turnier so dreist abgetan hatte. (epp)

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