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Verliert selten die Bodenhaftung: Joshua Kimmich.
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Verliert selten die Bodenhaftung: Joshua Kimmich.

Nationalmannschaft

DFB-Elf: So sieht Hansi Flicks Plan mit Bayern-Star Joshua Kimmich aus

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Joshua Kimmich wird wieder Chef im Mittelfeld – und er führt wegen des Ausfalls von Manuel Neuer die Mannschaft auf den Platz.

Frankfurt - Joshua Kimmich ist es ein Bedürfnis, die versammelten Medien an die Tabelle der WM-Qualifikationsgruppe J zu erinnern. Als Bayern-Profi ist es Kimmich gewohnt, Tabellen von oben zu lesen. Geht fixer, wenn man sich selbst finden will. Als Nationalspieler war das zuletzt anders. Und ist es noch. Die Gruppe J: Erster Armenien, Zweiter Nordmazedonien, Dritter Deutschland. Dahinter Rumänien, Island, Liechtenstein. „Momentan“, sagt Kimmich, „sieht die Tabellensituation ja nicht so prickelnd aus.“ Drei Spiele stehen bevor: Liechtenstein am Donnerstag, Armenien am Sonntag, Island am Mittwoch. „Unser Fokus liegt klar darauf, dass wir uns für die WM qualifizieren“, sagt der Mittelfeldspieler.

Damals bei der Abifeier

Aber bei allem Fokus - so ein Pflichttermin in Stuttgart wie der am Mittwoch vor den vor Ort und digital geladenen Medien kann dann schon mal zur Erinnerung werden. Joshua Kimmich hat vor acht Jahren seine schulische Reifeprüfung bestanden, die fußballerische folgte über den VfB, Leipzig und die Bayern recht prompt. Er schaut sich um: Damals im Mai hat er genau an diesem Ort, an dem er nun auf einem kleinen Podium in der Hybrid-Pressekonferenz sitzt, seine Abifeier erlebt. Notenschnitt 1,7. Kimmich ist ein Mensch, der gern viel aus sich herausholt.

Hansi Flick weiß das, er hat Kimmich zwei Jahre lang trainiert. Bei ihm wird der 26-Jährige nun wieder von rechts ins zentrale Mittelfeld verschoben: „Ich kann definitiv sagen, dass er als Sechser spielt.“ Kimmich hört das gern. Bei der verkorksten EM hatte er rechts vor einer Dreierkette verteidigen müssen. Flick setzt das System zurück auf eine Viererkette, Kimmich zentral davor, wahrscheinlich mit Kumpel Leon Goretzka im Getriebe des Spiels. Bei der EM hatten noch Toni Kroos und Ilkay Gündogan dort agiert - mit mäßigem Erfolg, wie man weiß.

FCB-Star ist ruhiger geworden

Kimmich ist jetzt ein Versprechen auf die Zukunft, wie seinerzeit bei der Abifeier. Flick zählt auf: „Vorbild für junge Spieler; noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung; kann Mannschaft pushen; Leader, den man braucht; technisch enorm versiert.“ Mehr Lob geht im Grunde gar nicht. Vor ein paar Monaten hat Flick mal gesagt: „Wenn er es schafft, seinen beispiellosen Ehrgeiz noch ein bisschen besser zu kanalisieren und in die richtige Richtung zu lenken, dann kann er Weltfußballer werden.“ Kimmich ist seitdem etwas ruhiger geworden, wirft sich nicht mehr in jeden Konflikt auf dem Feld, nur, um sich dabei eine Gelbe Karte abzuholen.

In Abwesenheit der lädierten Manuel Neuer und Thomas Müller dürfte der kleine Rumtreiber jene Kapitänsbinde tragen, die ihm vor knapp zwei Jahren beim 2:2 gegen Argentinien noch ständig am Arm hin- und hergerutscht war. „Ich habe kurz unter der Dusche auch überlegt: Wer ist eigentlich Kapitän?“, berichtete Flick gestern. Die Antwort kann nur Kimmich heißen.

Am Donnerstagabend gegen einen potenziell heillos unterlegenen Gegner erwartet der neben einer Klammer für die Binde, „dass wir nicht lange fackeln“. Denn: „Das Land guckt auf uns, die Leute haben zurecht eine hohe Erwartungshaltung. Wir sollten eine noch höhere haben.“ (Jan Christian Müller)

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