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Arjen Robbens (l.) frühe Tore sorgen für Sicherheit im Münchner Spiel.

Champions League und Europa League

Zufrieden auf dem Sofa

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Sieben deutsche Vereine stehen in dieser Saison in der Gruppenphase der Champions League und Europa League. Die meisten haben gute Aussichten im Europapokal zu überwintern. Ein Kommentar.

Nicht einmal mehr vier Wochen sind es bis Weihnachten. Was bei manch Mitbürger erste Nervosität wegen der Ich-brauche-noch-so-viele-Geschenke-Hektik hervorrufen mag, lässt den regelmäßigen Stadiongänger (und wohl auch den noch regelmäßigeren, fußballschauenden Sofafläzer) zufrieden zurück. Denn bis zum besinnlichen Jahresende stehen noch so viele Festtage des rollenden Balles auf dem Programm, dass für übertriebene Einkaufshektik eigentlich gar keine Zeit besteht - behauptet zumindest der sich zur zweiten Kategorie zählende Sportredakteur. Aber gut, lassen wir das.

Viel wichtiger: Auch in dieser Woche, zum vorletzten Mal in 2018, trifft sich die Crème de la Crème des europäischen Klubfußballs zum Kräftemessen. 32 Mannschaften in der Champions League, 48 in der Europa League. Mit dabei sind auch sieben deutsche Vereine. Der FC Bayern, Dortmund, Schalke und Hoffenheim in der Königsklasse, Leipzig, Leverkusen und die Frankfurter Eintracht in Europas zweiter Liga. Diese sieben, die diesjährigen Aushängeschilder des deutschen Klubfußballs, sie haben gute Aussichten im Europapokal zu überwintern, wenngleich sich das beim einen oder anderen freilich erst in der zweiten Dezemberwoche, den nächsten fußballerischen Festtagen, entscheiden wird.

Und dennoch, während in den vergangenen Jahren deutsche Klubs auf europäischer Bühne regelmäßig versagten - die Hertha aus Berlin etwa, für die vergangene Saison in der Europa League Luhansk, Bilbao und Östersund ebenso zu stark waren wie für Hoffenheim die Konkurrenten aus Braga, Rasgrad, Basaksehir -, scheint den Bundesligavertretern nun ein Qualitätssprung in der Breite gelungen zu sein. Zumindest zeigen das die Zahlen, unter anderem der von der Uefa errechnete Länderkoeffizient. Landeten die deutschen Vereine in der Saison 2017/18 nur auf Rang sechs (sogar hinter Russland), liegen sie aktuell als Zweiter nur knapp hinter den Spaniern und weit vor den Italiener und Engländern.

Woran das liegt? Die Gründe sind sicher bei jedem Team unterschiedlich gelagert, gemein haben die deutschen Teams in dieser Saison aber doch eines: Sie nehmen Europa ernst, die internationalen Leistungen sind teils besser (Schalke, Bayern) als die in der Liga. Und die Eintracht, sie zelebriert ihre Auftritte auf ungewohntem Parkett geradezu. Bisher sind das alles zwar nur Tendenzen, aber derart erfreuliche, dass sie den Stadiongänger und fußballguckenden Sofafläzer zufrieden zurücklassen dürften. Im Notfall auch ohne Geschenke.

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