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Nicht auf den Mund gefallen: Zlatan Ibrahimovic.
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Nicht auf den Mund gefallen: Zlatan Ibrahimovic.

Streit mit EA Sports

Zlatan, der Fußball-Krampus

  • Jakob Maurer
    vonJakob Maurer
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Schwedens Superstar Ibrahimovic hat plötzlich ein Problem damit, dass sein realistisches Abbild im Videospiel Fifa verwendet wird. Dahinter steckt natürlich finanzielles Kalkül - wie einst bei Oliver Kahn.

Der Weihnachtsmann war schon da beim AC Mailand. Zwar ohne den weißen Rauschebart und das selige Lächeln des babbo natale, wie ihn die Kinder in Italien nennen. Vielmehr mit etwas finsterem Blick, leichtem Schmunzeln und markantem Drei-Musketier-Bart.

Zlatan Ibrahimovic, der sich mit dem Spitznamen Babo vermutlich anfreunden könnte und mit 39 Lenzen stramm auf Weihnachtsmann-Alter zugeht, hatte am vergangenen Wochenende in seinem Geschenkesack nicht nur zwei Tore, die Milan unerwartet an die Spitze der Serie A katapultierten. Nein, der großherzige Zlatan soll für jeden der Mitspieler, die teilweise ja schon seine Söhne sein könnten, zum Start der Playstation 5 ein Exemplar der Videospielkonsole aus dem Sack gezogen haben. Und die bedankten sich: Flügelflitzer Samu Castillejo etwa postete ein Bild seiner Konsole, die er auf den Heckspoiler seines Lamborghini gestellt hatte, und schrieb dazu brav und bescheiden: „Grazie“.

Doch wenige Tage später scheint der Zauber verflogen. Aus dem Weihnachtsmann Zlatan ist ein Krampus geworden. Mit seiner Rute fuchtelt er wie wild gegen die Fußballsimulation Fifa, der vor allem auf der Playstation erfolgreichen Spieleserie. Dort ist er wie fast alle Profikicker vertreten: Seit 15 Jahren können Zocker:innen das Videospielabbild des schwedischen Stürmerstars bei der Torejagd steuern.

Doch das stößt ihm jetzt sauer auf: „In all den Jahren macht jemand ohne jegliche Zustimmung Gewinn mit meinem Namen und meinem Gesicht“, schrieb er auf Twitter. Wer habe das erlaubt? Der Schwede stellte die rechtlichen Ansprüche des Entwicklers EA Sports und der Fifa an der Darstellung seiner Person für die beliebten Videospiele infrage. „Ohne sein Wissen“ und durch „ein seltsames Manöver“ habe die Profispielervertretung Fifpro seine Person vermarktet.

EA Sports zuckt unterdessen nur mit den Schultern und verweist auf „vertragliche Rechte“, die man sich bei den Klubs, Ligen und Spielern zugesichert habe. Doch in der Tat gilt es nun zu klären, ob die Vereinbarungen zwischen Fifpro und EA Sports nicht in Widerspruch mit dem Recht an der eigenen Persönlichkeit der Sportler selbst stehen. Gareth Bale sprang Ibrahimovic schon zur Seite mit dem Hashtag: „TimeToInvestigate“, Zeit für eine Untersuchung.

Dass etwas dran sein könnte an Ibrahimovics Ärger, zeigt auch ein früherer Rechtsstreit des deutschen Kicker-Krampus‘: „Kahn würgt Electronic Arts“ schrieb 2002 der „Spiegel“, als der einstige Torwartcholeriker sich finanziell ausgebeutet fühlte und daraufhin einen Prozess gegen den Videospielentwickler gewann.

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