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Augsburg freut sich übers Tor des Tages, Mainz-Torwart Zentner ist entsetzt über seinen Fehler.
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Augsburg freut sich übers Tor des Tages, Mainz-Torwart Zentner ist entsetzt über seinen Fehler.

Mainz verliert gegen Augsburg

Zentners Blackout entscheidet

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Mainz 05 verpasst durch ein 0:1 gegen Augsburg den Sprung von den Abstiegsrängen - weil dem Torwart ein fataler Patzer unterläuft.

Als dann alles vorbei war und Mainz 05 0:1 gegen den FC Augsburg verloren hatte, kauerte Robin Zentner an seinem Pfosten. Einige Teamkollegen versuchten, den Torwart zu trösten, aber der große Blonde war untröstlich. Denn sein kapitaler Bock in der 25. Minute ist verantwortlich für die Niederlage gewesen. Die Nullfünfer verpassten damit die wunderbare Chance, gleich an zwei Mannschaften vorbeizuziehen. Stattdessen bleiben sie hinter den aktuellen Krisenteams Hertha BSC und Arminia Bielefeld Vorletzter.

Zentners Fehler war deshalb besonders bemerkenswert, weil die Mainzer eigentlich furchtbaren Bolzball auf einem noch viel schlimmeren Platz spielten. Aber dort, wo Zentner dann einen Rückpass aufnahm, war der ansonsten eher einem Sandplatz mit Rasenelementen gleichende Boden ausnahmsweise kein Rübenacker. Und genau in dieser einen Szene versuchte der Keeper, den Ball nicht schlicht lang und hoch rauszuschießen, sondern per elegantem Flachpass den Innenverteidiger Stefan Bell anzuspielen. Aber statt Bell fand Zentners komplett verunglücktes Abspiel Augsburgs Stürmer Florian Niederlechner, der klug an den lauernden André Hahn weiterleitete. 1:0. Spiel entschieden.

Insgesamt spielten die Gastgeber den Ball während der 95 Spielminuten 46-mal hoch und weit, Augsburg entgegnete mit ähnlicher Spielweise: 36-mal Langholz. Auf beiden Seiten gewannen die Innenverteidigungen nahezu sämtliche Luftduelle. Mit modernem Fußball hatte all das wenig zu tun. Etwas überraschend lobte der bei den Siegen der vergangenen Woche stets auffällig kritische Mainzer Trainer Bo Svensson seine Männer dennoch, bezog sich dabei aber vor allem auf die „Mannschaftsenergie“. Zweikampf- und Laufwerte gaben ihm recht, die wenig einfallsreiche Spielweise aber nicht. Insgesamt war das zu wenig Esprit und Finesse, um die traditionell unangenehm tief verteidigenden Augsburger ausreichend oft in Verlegenheit zu bringen.

In der Schlussphase, als die Mainzer es mit den eingewechselten Offensivleuten Robert Glatzel, Jean-Paul Boetius, Levin Öztunali und Jonathan Burkardt versuchten, hätte es auf beiden Seiten noch rappeln können, Hahn verpasste mit einem Pfostentreffer einen Doppelpack, Karim Onisiwos Schuss wurde vom sehr guten Augsburger Rückhalt Rafal Gikiewicz an den Pfosten gelenkt. So entschied auch die Performance der Torhüter darüber, wer die verwaiste Arena mit drei und wer sie mit null Punkten verließ. Viel mehr war davor und danach nicht, Mainz hat es damit auch verpasst, Augsburg mit hinunter in den Kampf um den Klassenerhalt zu ziehen.

Freitag bei Schalke 04

Am Freitag steht für die Rheinhessen bereits die nächste Aufgabe bevor: auswärts beim zerzausten Tabellenletzten Schalke 04. Sportdirektor Martin Schmidt erwartet Besserung: „Ein Rückschlag ist das nur, wenn man sich eingräbt.“ Manchmal sei es „einfacher, über den ganzen Platz zu spurten, sich auf einen Haufen zu werfen, um ein Tor zur bejubeln. Wichtig ist jetzt, dass man auch nach einem solchen Spiel zusammensteht. Das ist es, was ein Team ausmacht.“ Gute Worte.

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